Süd-Tiroler Freiheits Akademie erlebt lebendige Heimatgeschichte

Mit großem Fachwissen und viel Leidenschaft führte Manni Haringer die Besucher durch sein Museum. Die über viele Jahre gesammelten, restaurierten und bewahrten Exponate werden dabei nicht nur ausgestellt, sondern ausführlich erklärt und für die Besucher erlebbar gemacht.
Faschismus, Option und Burgen im Mittelpunkt
Ein Teil der Ausstellung erinnert an die Zeit des Faschismus, als sich im Bauernhaus eine italienische Schule befand, sowie an die Zeit der Option.
Weitere Ausstellungsbereiche widmen sich den Burgen Obermontani und Untermontani. Beide Anlagen hat Haringer in jahrelanger Handarbeit als maßstabsgetreue Modelle bis ins kleinste Detail nachgebaut.
Zeugnisse aus Kriegszeiten
Auch zahlreiche Erinnerungsstücke aus dem Ersten Weltkrieg gehören zur Sammlung. Exponate über die Standschützen und den erbitterten Krieg in Schnee und Eis an der Ortlerfront geben Einblicke in diese Zeit. Ergänzt wird die Ausstellung durch Mineralien aus der heimischen Bergwelt, historische Gegenstände aus der Zeit Andreas Hofers sowie viele weitere Zeugnisse der Tiroler Geschichte.
Besonders beeindruckend sind die Überreste eines US-amerikanischen Militärbombers aus dem Zweiten Weltkrieg. Das Flugzeug musste nur wenige Kilometer vom heutigen Hofmuseum entfernt auf einer Wiese notlanden. Teile des Cockpits und der technischen Ausstattung sind bis heute erhalten, einige Instrumente funktionieren sogar noch.
„Geschichte lebendig vermittelt“
„Mannis Hofmuseum zeigt eindrucksvoll, wie spannend und lebendig Geschichte vermittelt werden kann. Hier darf nicht nur geschaut, sondern vieles auch angefasst und aus nächster Nähe erlebt werden. Manni gelingt es mit seinem Wissen und seiner Begeisterung, Menschen aller Altersgruppen für unsere Heimatgeschichte zu interessieren“, erklärt Karin Meister, Koordinatorin der Süd-Tiroler Freiheits Akademie.
Die Süd-Tiroler Freiheits Akademie bedankt sich bei Manfred Haringer für die fachkundige Führung sowie für seinen langjährigen Einsatz beim Sammeln, Erhalten und Bewahren der zahlreichen historischen Erinnerungsstücke. Dadurch sei den Teilnehmern ein besonderer geschichtlicher Nachmittagsausflug im Vinschgau ermöglicht worden.






