Trump will Syrien von Terrorliste streichen

Auf die Frage eines Reporters, ob er diesen Schritt plane, antwortete Trump: „Ich denke, das werde ich, ja.“ Über den syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Sharaa sagte er, dieser habe „großartige Arbeit geleistet“. Die beiden waren am Mittwoch am Rande des NATO-Gipfels in Ankara zusammengekommen. Am Nachmittag US-Ortszeit teilte das Außenministerium mit, den Kongress über eine entsprechende Maßnahme mit 45 Tagen Vorlaufzeit informiert zu haben. Dies markiere einen „Meilenstein in den wiederbelebten bilateralen Beziehungen zwischen den USA und Syrien“.
Die Liste wird vom US-Außenministerium geführt; den betroffenen Ländern wirft Washington vor, den internationalen Terrorismus zu unterstützen. Eine Streichung würde es internationalen Firmen und Banken deutlich erleichtern, in Syrien Geschäfte zu machen. Sie gilt zudem als Voraussetzung für größere ausländische Direktinvestitionen.
Al-Sharaa war bis 2016 Kommandant der Al-Kaida-nahen Nusra-Front. Ende 2024 führte er eine Koalition islamistischer Rebellen an, die den damaligen Machthaber Bashar al-Assad stürzte. Seither fungiert der 43-Jährige als Übergangspräsident. „Er wird von allen respektiert, auch von mir“, sagte Trump, der al-Sharaas Vorgehen gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat unterstützt hat.
Umfassende Sanktionen gegen Syrien haben die USA bereits aufgehoben. Die seit 1979 bestehende Einstufung als staatlicher Terrorismus-Sponsor ist jedoch formal weiterhin in Kraft.
APA/UT24
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