Bettwanzen: Was Hüttengäste beachten sollten

Getragen wird die Informationsoffensive „Gemeinsam gegen Bettwanzen“ vom Alpenverein Südtirol (AVS), dem Österreichischen (ÖAV) und dem Deutschen Alpenverein (DAV). Die kleinen Parasiten kommen weltweit vor. In Berghütten ebenso wie in Hotels oder öffentlichen Verkehrsmitteln, so die Alpenvereine. Meist werden sie unbemerkt über Gepäck und Kleidung eingeschleppt. „Mit mangelnder Hygiene hat ihr Auftreten nichts zu tun“, betont Martin Knapp, Leiter des AVS-Referats für Hütten. Auch auf den Alpenvereinshütten ist das Thema präsent: Im Schnitt sind jährlich fünf Prozent der Hütten betroffen. Ihre Bauweise mit viel Holz, verwinkelten Räumen und schwer zugänglichen Ecken bietet den Wanzen ideale Rückzugsorte. Die Vereine setzen daher auf ein Bündel an Maßnahmen, von regelmäßigen Kontrollen bis hin zu glatten Oberflächen bei Sanierungen.
Ein zentraler Punkt ist aber die Mithilfe der Gäste, denn die Wanzen verbreiten sich nicht selbst. „Sie reisen im Gepäck, etwa in Rucksäcken, Schlafsäcken oder Kleidung“, erklärt DAV-Ressortleiter Robert Kolbitsch. Gerade in Gemeinschaftsunterkünften kann sich ein Befall dadurch schnell ausbreiten.
Die Alpenvereine geben deshalb einige einfache Tipps:
- Rucksäcke nicht auf oder neben dem Bett lagern, sondern auf einen Stuhl legen oder an einen Haken hängen.
- Das Gepäck idealerweise in einem gut verschließbaren Sack (etwa einem BugBag, Drybag oder Vakuumbeutel) verstauen.
- Einen Befall umgehend bei der Hütte oder dem zuständigen Alpenverein melden.
- Zu Hause Kleidung und Hüttenschlafsack bei mindestens 40 Grad waschen. Nicht Waschbares kann man drei Tage bei minus 18 Grad einfrieren oder im Backofen eine Stunde bei mindestens 55 Grad erhitzen.
Grund zur Panik gibt es laut den Alpenvereinen aber nicht: „Bettwanzen übertragen keine Krankheiten. Ihre Stiche sind zwar unangenehm, gesundheitlich aber unbedenklich und klingen meist innerhalb von rund zehn Tagen wieder ab.“






