von lif 28.06.2026 07:22 Uhr

SHB stellt sich hinter Tiroler Schützen

Nach der Kontrolle eines Schützen-Reisebusses durch die deutsche Bundespolizei stellt sich der Südtiroler Heimatbund (SHB) hinter die Tiroler Schützen. Er fordert eine sachliche Aufklärung, warnt aber zugleich vor einer pauschalen Verurteilung.

Roland Lang (Bild: SHB)

Hintergrund ist ein Vorfall bei Bad Reichenhall. Laut Medienberichten wurden auf der Rückfahrt von einem Priesterjubiläum in Salzburg 34 Karabiner sichergestellt, nachdem die Beamten die mitgeführten waffenrechtlichen Dokumente beanstandet hatten. Der SHB spricht den betroffenen Schützen seine Solidarität aus. „Sollte es Versäumnisse bei der Einhaltung der geltenden Bestimmungen gegeben haben, sind diese selbstverständlich nach den gesetzlichen Vorschriften zu klären“, erklärt Obmann Roland Lang. Ebenso müsse aber verhindert werden, dass aus einem einzelnen Vorfall eine pauschale Verurteilung des gesamten Tiroler Schützenwesens werde.

Lang verweist darauf, dass es laut dem Bund der Tiroler Schützenkompanien seit 2004 ein eigenes Abkommen über den grenzüberschreitenden Transport von Schützenwaffen zwischen Österreich und Deutschland gebe. Der Vorfall werde derzeit von den zuständigen Stellen geprüft. Zugleich habe der Bund angekündigt, die Information über die geltenden Sicherheits- und Rechtsvorschriften weiter zu verstärken. Die Schützen seien weit mehr als eine historische Traditionsvereinigung, betont der SHB: Sie pflegten das Brauchtum und engagierten sich bei kirchlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Anlässen im gesamten historischen Tirol.

Abschließend appelliert Lang an Politik und Behörden in Österreich und Deutschland, die Besonderheiten traditionsgebundener Schützenvereinigungen zu berücksichtigen und bestehende Regelungen gegebenenfalls gemeinsam zu überprüfen, damit Brauchtumspflege und Rechtssicherheit gleichermaßen gewährleistet blieben.

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