Südtiroler Volksgruppen-Institut stellt neue Führung bei Kompatscher vor

Das Südtiroler Volksgruppen-Institut beschäftigt sich wissenschaftlich mit der Volksgruppenfrage und insbesondere mit den Rechten von Volksgruppen in Europa. Seit Mai 2026 steht Hugo-Daniel Stoffella der Einrichtung als Obmann vor. Gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Leiter des Instituts, Paul Videsott, führte er das Gespräch mit dem Landeshauptmann.
Autonomiereform als zentrales Gesprächsthema
Im Austausch wurde vor allem die jüngst in Kraft getretene Autonomiereform thematisiert. Stoffella bedankte sich bei Landeshauptmann Kompatscher für dessen Rolle bei der Umsetzung und bezeichnete die Reform als „Meilenstein“ mit neuen Handlungsspielräumen, von denen Südtirol in den kommenden Jahrzehnten profitieren werde. Die Reform finde auch auf europäischer Ebene Anerkennung, so Stoffella weiter.
Zudem erinnerte er daran, dass das SVI als wissenschaftlicher Arm der Dachorganisation der Volksgruppen in Europa fungiert, der FUEN (Föderalistische Union der europäischen Nationalitäten).
Wissenschaftlicher Austausch und europäische Perspektive
Landeshauptmann Kompatscher gratulierte Stoffella zu seiner neuen Funktion und hob die Bedeutung des Instituts hervor. Seit über sechs Jahrzehnten begleite das SVI die Entwicklung der Autonomie in Südtirol und verfüge über ein breites Netzwerk zu Institutionen und Organisationen von Sprachminderheiten in Europa, so Kompatscher.
Auch Paul Videsott stellte im Rahmen des Treffens die aktuelle Ausgabe des vom SVI herausgegebenen „Europäischen Journals für Minderheitenfragen“ vor. Die Publikation werde auf europäischer Ebene als wichtige Plattform für Minderheitenfragen geschätzt. In der aktuellen Ausgabe findet sich unter anderem eine umfassende Analyse der Autonomiereform von Esther Happacher und Walter Obwexer.






