24-Stunden-Hilfe: Gemeinschaftshaus Brixen offiziell eröffnet

Ziel ist eine stärkere Vernetzung von Medizin, Pflege und Sozialdiensten sowie eine bessere Erreichbarkeit für Patienten. Damit soll eine zusätzliche Anlaufstelle geschaffen werden, die das bestehende Gesundheitssystem ergänzt.
„Näher am Menschen“ – neues Versorgungskonzept im Fokus
Bei der Eröffnung betonte Gesundheitslandesrat Hubert Messner, das Gemeinschaftshaus stehe für ein neues Versorgungskonzept: „nah am Menschen, vernetzt und zukunftsfähig“. Es handle sich ausdrücklich nicht um einen Ersatz für Hausärzte oder Hausärztinnen, sondern um eine zusätzliche Struktur.
Kleinere dringende gesundheitliche Probleme sollen laut Messner rund um die Uhr im Gemeinschaftshaus in Brixen versorgt werden können. An Wochentagen zwischen 8 und 20 Uhr gelte dieses Angebot auch im Gemeinschaftshaus in Klausen. Ziel sei es insbesondere, die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu entlasten.
Auch der Generaldirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebs, Christian Kofler, hob hervor, dass nicht nur das Gebäude entscheidend sei, sondern die neue Art, Versorgung ganzheitlich zu organisieren.
„Gewinn für Brixen und Umgebung“
Für die Stadt selbst wurde das Projekt ebenfalls positiv bewertet. Bürgermeister Andreas Jungmann bezeichnete das Gemeinschaftshaus als „Gewinn“ für Brixen und Umgebung. Es sei ein Ort, an dem Menschen schnell und unkompliziert Hilfe erhalten und der gut erreichbar sei.
Auch Elisabeth Montel betonte, im Mittelpunkt stünden die Bedürfnisse der Patienten, an denen sich alle Angebote orientierten.
Breites Angebot unter einem Dach
Im Erdgeschoss des Gemeinschaftshauses befinden sich eine zentrale Anlaufstelle, eine Hausarztpraxis, ein Ambulatorium für kleine Dringlichkeiten mit 24-Stunden-Betrieb, Facharztangebote wie Pneumologie und Diätologie, ein Geräteraum sowie Pflegeangebote inklusive Wundversorgung und Blutabnahmen. Auch Beratung und Terminvereinbarungen werden dort gebündelt.
Im zweiten Stock sind weitere Dienste untergebracht, darunter eine wohnortnahe Einsatzzentrale zur Koordination der Versorgung, Angebote für Pflege und Betreuung, ein Dienst für Abhängigkeitserkrankungen, psychologische und Familienberatung sowie Ambulatorien für Hör-, Sprech- und Augenheilkunde. Weitere Angebote, etwa in der Ernährungstherapie und im Bereich der psychischen Gesundheit, sollen folgen.
Mehrere Verantwortliche des Hauses – darunter Sanitätskoordinatorin Christina Troi, Pflegedienstleiterin Judith Gostner, Verwaltungsleiterin Christine Engl und der Direktor der Sozialdienste Thomas Hellrigl – stellten die neuen Strukturen beim Rundgang vor. Das Gemeinschaftshaus soll in den kommenden Monaten weiter ausgebaut und das Angebot schrittweise erweitert werden.






