von lif 21.06.2026 15:08 Uhr

Südtirol bei den Einkommen italienweit Zweiter

Im Schnitt 29.850 Euro: So viel Einkommen haben die Südtiroler zuletzt erklärt. Eine neue Auswertung zeigt aber auch, wie unterschiedlich das Geld im Land verteilt ist.

Bild: APA/dpa

2025 meldeten 442.035 in Südtirol ansässige Personen ihre Einkommen aus dem Jahr 2024, zusammen 13,2 Milliarden Euro. Mit durchschnittlich 29.850 Euro pro Steuerzahler liegt die Provinz Bozen italienweit an zweiter Stelle, knapp hinter der Lombardei (30.200 Euro). Der gesamtstaatliche Schnitt liegt bei 25.820 Euro. Die Zahlen stammen aus einer Analyse des Arbeitsförderungsinstituts AFI, das die Steuerdaten seit zehn Jahren auswertet. Auffällig sind die großen Unterschiede zwischen den Gemeinden. Das höchste Durchschnittseinkommen weist Wolkenstein in Gröden auf (35.666 Euro), gefolgt von Pfalzen, Bruneck, Vahrn und Eppan. Die Landeshauptstadt Bozen rangiert mit 31.855 Euro nur auf Platz 18. Am unteren Ende der Skala liegen Laas (16.999 Euro) sowie weitere Gemeinden, allesamt im Westen des Landes.

„Diese Unterschiede lassen sich vor allem durch die unterschiedliche Wirtschafts- und Beschäftigungsstruktur, die steuerliche Sonderstellung der Landwirtschaft sowie das Phänomen der Grenzpendler erklären“, erläutern die Studienautoren Michael Paler und Fabian Hofer.

Auch beim Beitrag zu den Staatskassen zeigt sich ein klares Gefälle. Auf Bezirksebene führt die Stadt Bozen mit 21,1 Prozent des gesamten Steueraufkommens, vor dem Burggrafenamt (18,5 Prozent) und dem Pustertal (16,4 Prozent). Am wenigsten tragen der Vinschgau (5,1 Prozent) und das Wipptal (3,7 Prozent) bei.

Der Zehnjahresvergleich zeigt zudem deutliche Auf- und Absteiger: Am stärksten verbesserte sich Enneberg (plus 44 Plätze), während Prags am deutlichsten zurückfiel (minus 40 Plätze). Auch Meran verlor spürbar an Boden.

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