Liste Fritz fordert strengere Studienzugänge in Österreich

Nach Angaben der Liste Fritz sei Österreich im Gegensatz zu Deutschland bei der Begrenzung von Studienplätzen im Rückstand. Besonders in Innsbruck führe dies dazu, dass in einzelnen Studienrichtungen immer weniger Plätze für österreichische Studierende zur Verfügung stünden.
Numerus Clausus statt Studiengebühren
Die Partei verweist darauf, dass im vergangenen Wintersemester nur noch 38,8 Prozent der Erstsemestrigen aus Österreich gekommen seien. Dies erhöhe den Druck auf den Wohnungsmarkt und sei aus volkswirtschaftlicher Sicht wenig sinnvoll, argumentiert Haselwanter-Schneider.
Die Liste Fritz begrüßt, dass sich der Tiroler Landtag geschlossen für Quoten in den Studienrichtungen Zahnmedizin und Psychologie ausgesprochen hat. Gleichzeitig fordert sie ähnliche Maßnahmen auch für weitere stark nachgefragte Studiengänge.
Statt Studiengebühren einzuführen, wie zuletzt von Wissenschaftslandesrätin Cornelia Hagele vorgeschlagen, setzt die Partei auf Zugangsbeschränkungen. Studiengebühren würden aus ihrer Sicht nicht den gewünschten Lenkungseffekt erzielen, da selbst hohe Wohnkosten viele deutsche Studierende nicht von einem Studium in Österreich abhielten.
Angebot der Universitäten hinterfragen
Darüber hinaus fordert die Liste Fritz eine Überprüfung des Studienangebots. Haselwanter-Schneider stellt die Frage, ob an der Universität Innsbruck tatsächlich rund 160 Studiengänge notwendig seien.
Zudem verweist sie darauf, dass teilweise am Bedarf des Arbeitsmarktes vorbei ausgebildet werde. Während 1993 rund 13.400 Menschen ein ordentliches Universitätsstudium abgeschlossen hätten, seien es 2023 bereits knapp 59.300 und 2024 rund 60.500 Absolventen gewesen.
Vor dem Hintergrund angekündigter Sparmaßnahmen an den Universitäten hält die Partei es für besonders wichtig, den Anteil österreichischer Studierender zu erhöhen. Laut Liste Fritz sei dies ein wichtiger Schritt, wenn Hochschulen in den kommenden Jahren Einsparungen vornehmen müssten.






