von ih 18.06.2026 09:15 Uhr

„Ein teures Schlamassel angerichtet“

Die Tiroler FPÖ übt scharfe Kritik an der Tiroler Landesmuseen-Betriebsgesellschaft und macht die ÖVP für Fehlentwicklungen der vergangenen Jahre verantwortlich. Kultursprecherin Evelyn Achhorner spricht von einem „teuren Schlamassel“, das durch Fehlentscheidungen und mangelnde Kontrolle entstanden sei.

Foto: FPÖ

Ausgangspunkt ihrer Kritik ist die Empfehlung des Landesrechnungshofes aus dem Jahr 2007, für die Tiroler Landesmuseen eine eigene Betriebsgesellschaft einzurichten. Diese Entscheidung sei grundsätzlich richtig gewesen, erklärt Achhorner. In der praktischen Umsetzung habe das Land jedoch zahlreiche Fehler gemacht.

So sei es versäumt worden, den Verein Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum vollständig zu übernehmen. Zudem habe es über Jahre hinweg ein Kompetenzwirrwarr gegeben. Gleichzeitig seien notwendige Instandhaltungsarbeiten aufgeschoben worden, was schließlich einen kostspieligen Neubau erforderlich gemacht habe.

Kritisch sieht die FPÖ auch das Sammlungsmanagement, das weiterhin vom Verein betrieben worden sei. Dabei gehe es um erhebliche Vermögenswerte und hohe Geldbeträge. Laut Achhorner habe dies dem Land geschadet.

Als Hauptursache für die Probleme nennt die Freiheitliche fehlende Kontrollmechanismen. Steuergelder seien in komplexe Gesellschaftsstrukturen geflossen, bei denen mittlerweile kaum noch jemand den Überblick habe. Für diese Konstruktionen trage die ÖVP die politische Verantwortung, so Achhorner.

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