FPÖ erhebt Vorwürfe: „Karriere nur mit dem richtigen Parteibuch“

Ellinger folgt auf Paul Gappmaier, der im April in den Ruhestand gegangen ist. Die FPÖ betont dabei ausdrücklich, dass sie Ellingers fachliche Qualifikation nicht infrage stelle. Gleichzeitig wirft die Partei jedoch Fragen zur Objektivität und Transparenz des Auswahlverfahrens auf und verweist auf deren frühere Nähe zur ÖVP.
Forderung nach mehr Transparenz
Für die Freiheitlichen zeigt die Personalentscheidung erneut ein bekanntes Muster. Statt eines echten Neuanfangs und einer von parteipolitischen Einflüssen unabhängigen Bildungsdirektion werde weiterhin der Eindruck vermittelt, dass Karrieren vor allem mit dem richtigen Parteibuch möglich seien.
Kofler betont, Schüler, Eltern und Lehrer hätten Anspruch auf eine Bildungsdirektion, die sich ausschließlich an fachlicher Kompetenz und den Interessen der jungen Generation orientiere und nicht an parteipolitischen Loyalitäten.
Entpolitisierung der Bildungsdirektion gefordert
Die Tiroler FPÖ fordert daher eine umfassende Entpolitisierung der Bildungsdirektion. Künftig müsse es transparente und leistungsbasierte Auswahlverfahren geben, die ohne parteipolitische Vorschlagsrechte auskommen.
Gleichzeitig kündigt die Partei an, die Arbeit der neuen Bildungsdirektorin genau beobachten zu wollen. Laut Kofler habe Ellinger nun die Möglichkeit, sich von parteipolitischen Einflüssen zu lösen und Führungsstärke zu zeigen. Andernfalls drohe eine Fortsetzung bestehender Strukturen, die nach Ansicht der FPÖ nicht im Interesse der Tiroler Bildungslandschaft seien.






