von mmh 17.06.2026 09:39 Uhr

Gefahr unterschätzt: Wasserrettung Tirol gibt wichtige Badetipps für den Sommer

Mit den aktuellen sommerlichen Temperaturen zieht es wieder zahlreiche Menschen an Tirols Seen, Flüsse und Schwimmbäder. Damit der Aufenthalt am und im Wasser sicher bleibt, erinnern das Land Tirol und die Wasserrettung Tirol an zentrale Baderegeln und rufen zu mehr Eigenverantwortung und Aufmerksamkeit auf.

APA

Sicherheitslandesrätin Astrid Mair betont, dass Schwimmen und Baden zwar zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten im Sommer zählen, die damit verbundenen Risiken jedoch nicht unterschätzt werden dürfen. Mit einfachen Verhaltensmaßnahmen könnten viele Unfälle verhindert werden. Besonders Eltern und Erziehungsberechtigte tragen laut Mair eine große Verantwortung, da Kinder Gefahren erkennen lernen müssten und niemals unbeaufsichtigt am Wasser bleiben sollten.

Gefahr des „stillen Ertrinkens“

Ein besonderes Augenmerk gilt dem sogenannten „stillen Ertrinken“. Dabei geraten Kinder oft unbemerkt in Not, ohne laut um Hilfe zu rufen oder auffällige Bewegungen zu machen. Christian Burger, Leiter der Wasserrettung Tirol, warnt davor, sich auf sichtbare Hilferufe zu verlassen. Notsituationen im Wasser verliefen häufig nahezu lautlos.

Schon wenige Zentimeter Wasser könnten insbesondere für Kleinkinder gefährlich werden. Deshalb sei eine durchgehende Beaufsichtigung unerlässlich.

Risiko betrifft alle Altersgruppen

Laut Wasserrettung Tirol betreffen Badeunfälle nicht nur Kinder. Auch Erwachsene und geübte Schwimmer können durch Selbstüberschätzung, gesundheitliche Probleme, Erschöpfung oder durch die Unterschätzung von Strömungen und Wassertemperaturen in Gefahr geraten.

Sicherheit beginne bereits vor dem Sprung ins Wasser, so Burger. Wer seine eigenen Fähigkeiten realistisch einschätze und die Baderegeln beachte, könne das Risiko deutlich reduzieren.

Für unsichere Schwimmer und ältere Personen empfiehlt die Wasserrettung den Einsatz geeigneter Auftriebshilfen. Dazu zählen moderne Schwimmhilfen oder Schwimmbojen, die im Notfall zusätzlichen Auftrieb geben und die Sichtbarkeit im Wasser erhöhen können.

Erweiterte Baderegeln im Überblick

Die Österreichische Wasserrettung weist zudem auf eine Reihe grundlegender Baderegeln hin, die zur Unfallvermeidung beitragen sollen. Dazu gehört unter anderem, nicht mit trockenem oder verschwitztem Körper ins Wasser zu springen, nicht mit vollem Magen zu baden und bei Gewitter, Dunkelheit oder hohem Wellengang das Wasser zu verlassen.

Ebenso wird davor gewarnt, in unbekannte Gewässer zu springen, andere unterzutauchen oder zu stoßen sowie in überfüllten Becken zu schwimmen. Auch das Baden bei sehr niedrigen Wassertemperaturen oder das Schwimmen in der Nähe von Wasserfällen, Stauanlagen und Bootsverkehrswegen birgt erhöhte Risiken.

Besondere Vorsicht ist bei Strudeln, Kälteströmungen sowie beim Tauchen ohne Begleitung geboten. Die Wasserrettung betont abschließend, dass bereits einfache Vorsichtsmaßnahmen wesentlich zur Sicherheit im Wasser beitragen können.

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