von lif 15.06.2026 17:19 Uhr

FPÖ wirft NEOS „Doppelmoral“ bei Wiener Regenbogenparade vor

Bei der Wiener Regenbogenparade ist es zu einem politischen Schlagabtausch gekommen. Die FPÖ erhebt schwere Vorwürfe gegen die NEOS und spricht von Heuchelei.

APA/EVA MANHART

Stein des Anstoßes ist laut FPÖ ein Sujet, das die NEOS auf ihrem Pride-Truck unter dem eigenen Parteilogo gezeigt haben sollen. Darauf sei FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl in einem manipulierten Bild, indem er den russischen Präsidenten Wladimir Putin küsst, zu sehen. Aus Sicht der Freiheitlichen handelt es sich dabei um eine Herabwürdigung des Chefs der nach eigenen Angaben stärksten Partei des Landes. Besonders kritisiert die FPÖ, dass sich die NEOS damit aus ihrer Sicht widersprüchlich verhielten. Noch in der vergangenen Plenarsitzung des Nationalrats habe die Partei vor „KI-unterstütztem Rufmord“ und Deepfakes gewarnt.

Auch der Tiroler FPÖ-Landesparteigeneralsekretär und Landtagsabgeordnete Patrick Haslwanter meldete sich zu Wort. Er verweist darauf, dass die Tiroler NEOS die FPÖ Tirol erst vor wenigen Wochen für den Einsatz von KI-generierten Bildern kritisiert und ein Fairnessabkommen für die kommende Landtagswahl gefordert hätten.

„Einerseits warnen sie scheinheilig vor Rufmord durch KI und Deepfakes, andererseits präsentieren sie auf ihrem offiziellen Pride-Truck ein herabwürdigendes, manipuliertes Sujet“, so Haslwanter. Er fordert von den NEOS eine Entschuldigung: „Wer selbst zu solchen Methoden greift, hat jedes Recht verloren, andere zu kritisieren.“

Eine Stellungnahme der NEOS zu den Vorwürfen liegt bislang nicht vor.

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