Vier tote Österreicher bei Kleinflugzeug-Absturz in Kroatien

Die vier Männer wurden in den Jahren 1961, 1968, 1978 und 1986 geboren, berichtete die kroatische Nachrichtenagentur HINA am Freitagvormittag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft von Pula.
Gestartet ist das Flugzeug am Flugplatz Lienz/Nikolsdorf in Osttirol, wie Betriebsleiterin Andrea Moser am Donnerstag bestätigte. Das Unglück ereignete sich gegen 11.20 Uhr über der kroatischen Halbinsel Istrien, nahe dem Zielort Medulin. So stürzte das Flugzeug zwei bis drei Kilometer südwestlich des dortigen Sportflugplatzes ab. Die einmotorige Maschine vom Typ Beechcraft Bonanza geriet aus bisher ungeklärten Gründen ins Trudeln.Â
Zeuge schildert den Absturz
Der pensionierte Pilot Nijaz Delić, der auf die Landung der Maschine wartete, schilderte dem kroatischen Rundfunksender HRT den Hergang. Bis zu einer Höhe von etwa 300 Metern sei das Flugzeug normal geflogen, dann sei es plötzlich ins Trudeln geraten. Dem Piloten sei es seiner Einschätzung nach noch gelungen, die Maschine horizontal abzufangen. Dennoch sei sie in einem sehr steilen Winkel weitergeflogen und hinter einem Wald auf einen Hügel gestürzt. Eine Explosion habe es nicht gegeben.
Flugunfallagentur ermittelt
Die genaue Absturzursache war vorerst unklar. Die Ermittlungen vor Ort wurden neben Staatsanwaltschaft und Polizei auch von der kroatischen Agentur zur Untersuchung von Unfällen im Luft-, See- und Schienenverkehr (AIN) aufgenommen. Die Flugunfallermittler hätten sich unmittelbar nach der Meldung zum Unfallort begeben, teilte die AIN laut HINA mit. Nach Abschluss der Sicherheitsuntersuchung soll ein Bericht veröffentlicht werden.






