FPÖ fordert Konsequenzen nach Vorwürfen gegen TSD-Notschlafstelle

Auslöser sind Berichte über Gewaltvorfälle und Drohungen gegenüber Mitarbeitern der Einrichtung. Happ erklärte in einer Aussendung, er habe bereits seit rund eineinhalb Jahren auf Probleme in der Notschlafstelle hingewiesen. Nach eigenen Angaben habe er die Thematik auch in einem Gespräch mit Wohlgemuth und Stolz angesprochen.
Der FPÖ-Politiker wirft der TSD-Führung vor, die Situation lange Zeit nicht ausreichend ernst genommen zu haben. Die Aussage von Geschäftsführer Stolz, die Sorgen der Mitarbeiter würden ernst genommen, bezeichnet Happ als unglaubwürdig. Die lange Untätigkeit sei aus seiner Sicht nicht nachvollziehbar.
Zudem verweist Happ darauf, dass er im Gemeinderat bereits vor möglichen rechtlichen Konsequenzen gewarnt worden sei, sollten sich seine Schilderungen als falsch erweisen. Nun habe Stolz selbst öffentlich eingeräumt, dass es wiederholt zu Gewaltvorfällen und Morddrohungen gegenüber Mitarbeitern gekommen sei.
Die FPÖ fordert nun ein entschiedenes Vorgehen gegen die Missstände. Happ sieht insbesondere die Sicherheit der Beschäftigten gefährdet und spricht von einem „Skandal“.
Sollten die Verantwortlichen die Situation nicht in den Griff bekommen, müsse es personelle Konsequenzen geben. Neben dem Rücktritt von Geschäftsführer Stolz bringt der FPÖ-Gemeinderat auch politische Verantwortung auf Landesebene ins Spiel.
Vonseiten der Tiroler Sozialen Dienste und des Landes Tirol wurden zuletzt Maßnahmen angekündigt, um die Situation in der Einrichtung zu verbessern. Die Debatte über Sicherheit, Betreuung und den Umgang mit Gewaltvorfällen in der Notschlafstelle dürfte damit jedoch weiter anhalten.






