Nach Brenner-Demo: Verkehrssituation „weiter sensationell“

„Es ist sehr ruhig“, sagte ÖAMTC-Sprecher Harald Lasser zur Situation am Sonntagvormittag und zeigte sich weiter einigermaßen erstaunt ob des ausbleibenden Verkehrschaos: „Die Begeisterung bleibt. Es ist super.“ Man verzeichne „keine Grenzwartezeiten“ und selbst auf der viel befahrenen Tiroler Zillertalstraße (B 169) etwa gebe es keine Rückstaus, was ungewöhnlich sei. „Ich glaube, es wird so bleiben“, wagte der Experte eine Prognose für den restlichen Sonntag, wenngleich es noch ein paar Stunden abzuwarten gelte.
Aus Südtirol kommend nehme der Reiseverkehr zwar etwas zu, aber nicht in einem wirklich nennenswerten Ausmaß. Er bezweifle, dass „da noch groß was kommen wird“, schließlich hätten sich deutsche Urlauber zu dieser Zeit wohl schon auf den Weg aus dem Süden gemacht. Im Vorfeld war befürchtet worden, dass es auch am Folgetag bzw. den Folgetagen von Demo und Sperre zu gröberen Verwerfungen am Brenner und darüber hinaus kommen könnte.
Mehrere tausend Demoteilnehmer
An der Brenner-Demo am Samstagnachmittag bei Matrei am Brenner (Bezirk Innsbruck-Land) hatten rund 4.500 Menschen teilgenommen. Die Kundgebung ging mit einer Totalsperre des Brennerkorridors, einer der wichtigsten und am stärksten belasteten Transitstrecken Europas, von 11.00 Uhr bis 19.00 Uhr einher. Ausweichrouten bzw. Ausweichmöglichkeiten gab es nicht.
Gesperrt waren für den Durchzugsverkehr auch die Brennerstraße (B182), die Ellbögener Straße (L38) und die Stubaitalstraße (B183). Ausgenommen war auf den Bundesstraßen der Ziel- und Quellverkehr, dies musste jedoch glaubhaft nachgewiesen werden. Für Transit-Lkw mit mehr als 7,5 Tonnen hatte das Fahrverbot auf der Nord-Süd-Strecke über den Brenner zudem bereits ab 9.00 Uhr für das gesamte Bundesland gegolten.
apa
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