Tirol warnt vor Verkehrschaos am 30. Mai

Konkret wird die A13 Brenner Autobahn zwischen der Mautstelle Schönberg und dem Brenner von 11 bis 19 Uhr in beiden Fahrtrichtungen vollständig gesperrt. Für Lastkraftwagen gilt die Sperre bereits ab 9 Uhr morgens. Betroffen ist jedoch nicht nur die Autobahn: Auch Ausweichrouten im niederrangigen Straßennetz werden kontrolliert beziehungsweise für den Durchzugsverkehr gesperrt.
So bleiben die B182 Brennerstraße und die L38 Ellbögener Straße für den Ausweichverkehr unpassierbar. Die B183 Stubaitalstraße darf am Samstag ausschließlich für Ziel- und Quellverkehr genutzt werden. Damit soll verhindert werden, dass der Verkehr auf kleinere Straßen ausweicht und dort die Versorgungssicherheit oder Einsatzwege beeinträchtigt.
„Die von einer Privatperson angemeldete Versammlung macht weitreichende Verkehrsmaßnahmen notwendig. Unser Ziel ist es, die Sicherheit in der Region bestmöglich zu gewährleisten und die Bevölkerung, Gäste sowie Durchreisende umfassend zu informieren“, erklärt Kathrin Eberle, Bezirkshauptfrau von Innsbruck-Land. Gleichzeitig warnt sie davor, die Situation zu unterschätzen: „Auch an den Tagen davor und danach ist aufgrund von Verkehrsverlagerungen mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen.“
Auch die Polizei bereitet sich auf einen Großeinsatz vor. Enrico Leitgeb, Leiter der Landesverkehrsabteilung, kündigt umfangreiche Kontrollen der Fahrverbote und Sperren an. Wer dennoch unterwegs sein müsse, solle deutlich mehr Zeit einplanen und sich laufend über die aktuelle Verkehrslage informieren. Verzögerungen seien nicht nur während der offiziellen Sperrzeiten wahrscheinlich, sondern bereits davor und danach.
Für die Durchführung der Versammlung wurden dem Veranstalter umfangreiche Auflagen erteilt. Unter anderem müssen 100 Ordnerkräfte gestellt, ein Notfallkorridor eingerichtet sowie Ambulanzdienste und Sanitäranlagen organisiert werden. Aus Sicherheitsgründen sind Fahrräder, Roller und ähnliche Fortbewegungsmittel im Bereich der Versammlung verboten.
Trotz der umfangreichen Einschränkungen betonen die Behörden, dass die medizinische Versorgung und die Einsatzfähigkeit der Blaulichtorganisationen jederzeit gewährleistet bleiben. Dafür wurden zusätzliche Einsatzfahrzeuge im Wipptal stationiert und spezielle Korridore für Rettungs- und Einsatzfahrzeuge eingerichtet.
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