Deutliche Unterschiede bei Arbeitslosigkeit in Südtirols Bezirken

Besonders auffällig sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Bezirken. Die Quoten reichen von 4,7 bis 7,3 Prozent. Laut Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof (SVP) zeigt dies, wie wichtig eine starke und dezentrale Arbeitsvermittlung sei.
„Unsere aktive Arbeitsmarktpolitik setzt dort an, wo die Menschen sie brauchen: direkt in den Bezirken“, betont Amhof. Durch die lokalen Arbeitsvermittlungszentren könnten gezielt Lösungen für unterschiedliche Regionen und Personengruppen angeboten werden.
Auch der Direktor des Arbeitsmarktservice, Stefan Luther, verweist auf die unterschiedlichen Realitäten am Südtiroler Arbeitsmarkt. Deshalb würden die Daten bezirksweise ausgewertet, während die Städte Bozen, Meran und Brixen gesondert betrachtet werden.
Dabei zeigt sich, dass eine höhere Arbeitslosenquote nicht automatisch bedeutet, dass viele Menschen langfristig ohne Arbeit sind. In Meran etwa sei die Quote zwar vergleichsweise hoch, allerdings handle es sich häufig um sogenannte „Drehtürarbeitslose“. Gemeint sind Personen, die sich zwischen Saisonarbeitszeiten arbeitslos melden. In Bozen hingegen gebe es vermehrt Fälle von verfestigter Arbeitslosigkeit, die oft mit sozialen Risikofaktoren zusammenhängen.
Im Bezirk Brixen-Sterzing ist die Arbeitslosenquote insgesamt niedriger. Dort sind jedoch Frauen sowie Menschen mit Behinderungen überdurchschnittlich häufig von Arbeitslosigkeit betroffen.
Für Landesrätin Magdalena Amhof bestätigen die Zahlen den bisherigen Kurs des Landes Südtirol. Ziel sei es, die Arbeitsvermittlungszentren weiter auszubauen und mit ausreichend qualifiziertem Personal, geeigneten Räumlichkeiten sowie moderner IT-Infrastruktur auszustatten.
Zusätzliche Daten der Analyse zeigen außerdem, dass der Anteil der nicht ansässigen Arbeitslosen im Jahr 2025 bei 15,4 Prozent lag. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen betrug landesweit 15 Prozent.
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