Schöne Heimat, schlechte Zukunft? Immer mehr Südtiroler wandern ab

ASGB-Vorsitzender Tony Tschenett betont, dass vor allem wirtschaftliche Gründe ausschlaggebend seien. Viele junge Menschen würden Südtirol wegen besserer Löhne, attraktiverer Arbeitsverträge und klarerer Karrierechancen im Ausland den Rücken kehren. Besonders kritisch sieht der ASGB das Verhältnis zwischen vergleichsweise niedrigen Einstiegsgehältern und den hohen Lebenshaltungskosten im Land.
Die Studie zeigt, dass sich 84 Prozent der Befragten weiterhin stark mit Südtirol verbunden fühlen. Gleichzeitig bewerten jedoch drei Viertel das heimische Lohnniveau als wenig attraktiv. Auch Arbeitsmarkt und Wohnungsangebot schneiden schlecht ab.
Der ASGB warnt davor, dass Südtirol zunehmend zur Ausbildungsregion für andere Länder werde. Dadurch verliere das Land nicht nur Fachkräfte, sondern auch Kaufkraft, Steueraufkommen und junge Familien. Die Gewerkschaft fordert deshalb höhere Einstiegsgehälter, steuerliche Entlastungen und bessere berufliche Perspektiven, um die Abwanderung langfristig zu stoppen.






