von ih 22.05.2026 18:49 Uhr

Mehr Sicherheit und weniger Lärm für Kardaun

In Kardaun rückt ein wichtiges Infrastrukturprojekt einen entscheidenden Schritt näher: Entlang der Brennerbahnlinie sollen neue Lärmschutzwände errichtet werden, die künftig sowohl die Lärmbelastung reduzieren als auch den Hochwasserschutz verbessern sollen. Damit die Umsetzung trotz gestiegener Kosten gesichert werden kann, stellt das Land Südtirol zusätzliche finanzielle Mittel bereit.

Landesrat Daniel Alfreider (links) und der Bürgermeister von Karneid Albin Kofler trafen sich kürzlich zu einem Lokalaugenschein an der Baustelle. - Foto: LPA/Ressort für Infrastrukturen und Mobilität.

Grundlage dafür ist ein Beschluss der Südtiroler Landesregierung vom Freitag. Auf Vorschlag von Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider (SVP) wurde das Investitionsprogramm 2026–2028 der Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) genehmigt.

Für die Bevölkerung von Kardaun hat das Vorhaben große Bedeutung. Seit Jahren klagen Anwohner über die Belastung durch den Bahnverkehr entlang der Brennerstrecke. Gleichzeitig spielt auch der Schutz vor Hochwasserereignissen eine wichtige Rolle. Das neue Projekt verbindet beide Anliegen miteinander und soll die Lebensqualität im Dorf nachhaltig verbessern.

„Die Menschen in Kardaun leben seit Jahren mit dem Lärm der Bahn und mit der Sorge um den Hochwasserschutz. Mit diesem Projekt schaffen wir eine konkrete Verbesserung: mehr Schutz, weniger Lärm und mehr Sicherheit für das Dorf“, erklärt Landesrat Alfreider.

Nach einer ersten Ausschreibung wurde das Vorhaben nochmals überarbeitet. Dabei zeigte sich zusätzlicher Bedarf vor allem bei der technischen Umsetzung sowie bei Maßnahmen zum Hochwasserschutz. Dadurch erhöhten sich die veranschlagten Kosten. Das Land übernimmt nun die entstehenden Mehrkosten, damit das Projekt wie geplant umgesetzt werden kann.

Initiiert wurde das Vorhaben gemeinsam von der Gemeinde Karneid und der STA. Die Südtiroler Transportstrukturen AG übernimmt die organisatorische Abwicklung sowie die Durchführung der Verfahren. Die Arbeiten sollen so abgestimmt werden, dass die verfügbaren Zeitfenster entlang der Bahnlinie optimal genutzt und die Belastungen für die Bevölkerung möglichst gering gehalten werden.

Alfreider betonte abschließend die Bedeutung des Projekts für die Menschen vor Ort: „Bei Bauarbeiten in Wohngebieten zählt nicht nur die Technik. Entscheidend ist der Nutzen für die Menschen: mehr Sicherheit im Alltag, weniger Lärm und ein besser geschütztes Dorf.“

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