von mmh 22.05.2026 07:40 Uhr

Südtiroler Weine räumen international ab

Südtirols Weinlandschaft bestätigt auch in diesem Jahr ihre starke internationale Position. Insgesamt 283 Topnoten für 213 verschiedene Weine von 58 Produzenten wurden in den renommiertesten internationalen Weinführern vergeben. Bewertet wurden die Weine unter anderem in Wine Spectator, Robert Parker/Wine Advocate, Wine Enthusiast, Decanter, James Suckling, Vinous, Vinum Weinguide, Falstaff Weinguide Italien sowie Henris.

(FOTO: Credits: ©Südtirol Wein/mintmediahouse )

„Diese Breite betrifft die Produzenten ebenso wie Anbaugebiete und Rebsorten“, erklärt Eduard Bernhart, Direktor des Konsortiums Südtirol Wein. Besonders hervorgehoben wird die Vielfalt der ausgezeichneten Betriebe: Insgesamt 58 Produzenten erhielten mindestens eine Topbewertung – darunter Genossenschaften, Weingüter und freie Weinbauern.

Höchstbewertungen und internationale Auszeichnungen

Ein besonderes Highlight ist die Höchstbewertung von 100 Punkten durch Robert Parker für den 1991 Weißburgunder Rarity Südtirol Terlaner DOC der Kellerei Terlan. Laut Bernhart ist diese Auszeichnung von besonderer Bedeutung, da Robert Parker bisher nur zwei Weißweine aus Italien mit 100 Punkten bewertet hat – neben dem aktuellen Wein auch den 2009 Gewürztraminer Epokale Südtirol DOC der Kellerei Tramin im Jahr 2018. Dies unterstreiche Südtirols Stellung als Weißweinregion Italiens.

Ebenfalls 100 Punkte von James Suckling erhielt der 2021 Terlaner I Primo Grande Cuvée Südtirol DOC der Kellerei Terlan. Unter den 100 besten Weinen des Jahres von Wine Enthusiast findet sich zudem der 2021 Blauburgunder Schweizer Südtirol DOC von Franz Haas.

Auch Falstaff vergab Spitzenbewertungen: Drei der vier besten Weißweine Italiens stammen demnach aus Südtirol – von den Kellereien St. Michael-Eppan und Terlan. Zudem kommen zwei der vier besten Süßweine aus den Kellereien Tramin und Ansitz Waldgries Christian Plattner.

Von Henris erhielten gleich zwei Südtiroler Weine die Höchstbewertung von 100 Punkten: der 2012 Weißburgunder Rarity Südtirol Terlaner DOC der Kellerei Terlan sowie die 2017 Gewürztraminer Spätlese Epokale Südtirol DOC der Kellerei Tramin. Zusätzlich wurde Elena Walch als Weingut des Jahres ausgezeichnet, Michael Graf Goëss-Enzenberg zur Weinpersönlichkeit des Jahres gekürt, die Kellerei Kurtatsch als Kellerei des Jahres sowie das Weingut Peter Sölva für die Kollektion des Jahres geehrt.

Vielfalt der Rebsorten prägt Südtirols Weinbau

Von den insgesamt 213 ausgezeichneten Weinen sind 100 Weißweine, 98 Rotweine, elf Süßweine und vier Sekte. „Dass es in diesem Jahr auch Sekte auf die Liste geschafft haben, freut uns besonders“, so Bernhart, da dies die Entwicklung der Sekthersteller unterstreiche.

Insgesamt 17 Rebsorten schafften es in die internationalen Ranglisten. Angeführt wird die Liste vom Blauburgunder mit 38 Weinen und 48 Bestnoten, gefolgt von Chardonnay (26 Weine / 33 Bestnoten), Weißburgunder (20 / 29) und Sauvignon (19 / 28). Bernhart betont, dass die Vielfalt der Rebsorten auf die unterschiedlichen Höhenlagen und Anbaugebiete Südtirols zurückzuführen sei.

Meistprämierte Weine im Überblick

Besonders häufig ausgezeichnet wurde der 2012 Weißburgunder Rarity Südtirol Terlaner DOC sowie der 2022 Terlaner I Primo Grande Cuvée Südtirol DOC – beide von der Kellerei Terlan – mit jeweils sechs Topbewertungen. Der 2023 Sauvignon Quarz Südtirol Terlaner DOC, ebenfalls aus Terlan, erhielt fünf Topnoten. Je vier Auszeichnungen gingen an die 2021 Cuvée Adamantis Weinberg Dolomiten IGT der Kellerei Eisacktal, den 2021 Blauburgunder Riserva Vigna Das Langefeld Südtirol DOC von Pfitscher sowie die 2017 Gewürztraminer Spätlese Epokale Südtirol DOC der Kellerei Tramin.

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