Tirols Büchereien leben vom Ehrenamt: Über Hundert Freiwillige geehrt

Im Mittelpunkt der Feier stand die Bedeutung des Ehrenamts für die heimischen Bibliotheken. „Gerade im Jahr des Ehrenamts 2026 wollen wir den vielen Menschen Danke sagen, die mit ihrem freiwilligen Einsatz das öffentliche Leben in Tirol tragen. In den Büchereien kommen Menschen zusammen und tauschen sich aus – weit über den klassischen Bücherei-Betrieb hinaus. Dass dieses Angebot in ganz Tirol möglich ist, verdanken wir den zahlreichen ehrenamtlichen Bibliothekarinnen und Bibliothekaren“, betonte Hagele.
Mehr als 1.500 Ehrenamtliche im Einsatz
Wie wichtig die freiwillige Arbeit für Tirols Büchereien ist, zeigen auch die aktuellen Zahlen: Derzeit sorgen 1.513 ehrenamtliche Mitarbeiter in insgesamt 169 öffentlichen Büchereien dafür, dass Lesen, Lernen und kultureller Austausch für die Bevölkerung frei zugänglich bleiben. Laut Land Tirol gehen die Aufgaben der Bibliotheken längst über den klassischen Medienverleih hinaus.
„Öffentliche Büchereien fördern die Lesekompetenz und stärken das gesellschaftliche Miteinander in den Gemeinden“, erklärte Hagele weiter. Das Land Tirol unterstützt das öffentliche Büchereiwesen unter anderem bei der Ausbildung von Büchereimitarbeitern, bei Literaturveranstaltungen, bei der technischen Ausstattung sowie beim Ankauf neuer Medien.
Geehrt wurden Mitarbeiter für zehn bis über 50 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit. Insgesamt erhielten heuer 52 Personen Auszeichnungen für zehn beziehungsweise mehr als zehn Jahre Engagement, 41 Personen für über 20 Jahre, 18 Personen für mehr als 30 Jahre sowie fünf Personen für 40 Jahre und mehr. Zwei Personen wurden sogar für mehr als 50 Jahre ehrenamtliche Mitarbeit ausgezeichnet.
Nach Angaben des Landes Tirol nutzen derzeit 77.644 registrierte Personen die öffentlichen Büchereien im Land. Rund 2,7 Millionen Entlehnungen und mehr als 1,13 Millionen Medien unterstreichen die Bedeutung der Einrichtungen für Bildung und gesellschaftliches Leben in Tirol.






