von lif 19.05.2026 11:26 Uhr

„Nicht Hartung ist das Problem, sondern Kompatscher!“

Die Süd-Tiroler Freiheit kritisiert Landeshauptmann Arno Kompatscher für dessen Aussagen über den Freiheitskämpfer Erhard Hartung. Hier werde ein Mann an den Pranger gestellt, der sich sein Leben lang für die Freiheit Südtirols einsetzt. „Südtirol hat – im Gegensatz zu Kompatscher – den Freiheitskämpfern viel zu verdanken!“

Erhard Hartung (Bild: STF)

Schützen aus Tirol und Bayern wünschen sich, auch in Süd- und Welschtirol mit historischen Waffen ausrücken zu dürfen. Landeshauptmann Arno Kompatscher behauptete, dass der italienische Innenminister bereits kurz davor gewesen sei, ein entsprechendes Dekret zu unterzeichnen. Dieser Prozess sei jedoch durch die Einladung des Freiheitskämpfers Erhard Hartung bei der letzten Sepp-Kerschbaumer-Gedenkfeier erschwert worden, so die STF in einer Aussendung. Kompatscher meinte: „Ich habe ordentlich Feuer löschen müssen und erklären, dass die Schützen eben nicht irgendwie rechtsextrem sind.“

Hartung musste seine Rede aufzeichnen, da er seit Jahrzehnten nicht nach Südtirol einreisen darf. Ihm wird von italienischer Seite vorgeworfen, beim Anschlag auf der Porzescharte im Jahr 1967 für den Tod von vier italienischen Soldaten verantwortlich zu sein. Umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen des Militärhistorikers Dr. Hubert Speckner haben jedoch aufgezeigt, dass die italienische Darstellung der Ereignisse nicht haltbar ist. Demnach waren die Freiheitskämpfer nicht für den Anschlag verantwortlich. Die Täter sind mit größter Wahrscheinlichkeit im Umfeld des italienischen Geheimdienstes und der Geheimorganisation „Gladio“ zu suchen.

Trotz der wissenschaftlichen Erkenntnisse wurde Erhard Hartung bis heute nicht rehabilitiert. „Landeshauptmann Arno Kompatscher und die SVP sind auf die Untersuchungen Dr. Speckners und weiterer Sprengstoffexperten des österreichischen Bundesheeres nie eingegangen. Stattdessen übernimmt Kompatscher weiterhin die Darstellung seiner Faschistenfreunde in Rom“, so die Bewegung in einer Aussendung. Für die Süd-Tiroler Freiheit steht fest: „Erhard Hartung hat sich sein Leben lang für Südtirol und das Recht auf Selbstbestimmung eingesetzt. Für diesen Einsatz verdient er Dank und Anerkennung.“

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