von lif 18.05.2026 17:48 Uhr

Erzieherinnen pochen auf mehr Anerkennung

Die Fachgewerkschaften des öffentlichen Dienstes von Cgil/Agb, SgbCisl und Uil/Sgk machen sich für die Erzieherinnen im Kleinkindbereich stark. Sie fordern mehr Wertschätzung und eine bessere finanzielle Anerkennung. Nun wurde ein Brief an das Land übermittelt.

Bild: APA (dpa)

Vorausgegangen war eine Gewerkschaftsversammlung, an der zahlreiche Erzieherinnen teilgenommen haben. Dabei wurde der Wunsch laut, sich mit einem Schreiben direkt an das Land zu wenden. Der von allen Erzieherinnen des Betriebs für Sozialdienste Bozen (BSB) unterzeichnete Brief wurde heute an Landeshauptmann Arno Kompatscher, Landesrätin Rosmarie Pamer sowie an die Stadtgemeinde Bozen übermittelt., berichten die Gewerkschaften in einer Aussendung. 

Die Gewerkschaften betonen, dass die Bildungsarbeit mit Kindern zwischen null und drei Jahren zu den sensibelsten und strategisch wichtigsten Aufgaben der Gesellschaft zähle. Die Erzieherinnen würden weit mehr leisten als reine Betreuung: Sie gestalten Bildungsprozesse, beobachten, planen und begleiten die Kinder in einer entscheidenden Phase ihrer kognitiven, emotionalen und sozialen Entwicklung.

Der Sektor leide jedoch unter schwerwiegenden Problemen wie chronischem Personalmangel, belastenden Arbeitsbedingungen und mangelnder finanzieller Anerkennung. Notwendig seien daher spezifische Schutzmaßnahmen im Hinblick auf die psychophysische Belastung des Berufs sowie konkrete Wege zur beruflichen und finanziellen Aufwertung.

Forderung nach sofortigem Eingreifen

Die Fachgewerkschaften verlangen von der Landesregierung und der Stadtgemeinde Bozen ein sofortiges und konkretes Eingreifen: Es brauche strukturelle Investitionen in das Personal, mehr Einstellungen und echte Gehaltserhöhungen, damit der gesellschaftliche und pädagogische Wert der frühkindlichen Bildungsdienste endlich anerkannt werde.

Würdige Arbeitsbedingungen für die Erzieherinnen bedeuteten gleichzeitig auch Bildungsqualität für Kinder und Familien. Werde die Situation weiterhin ignoriert, schwäche dies einen grundlegenden Bereich für die Zukunft der Gesellschaft. Die Gewerkschaften fordern daher die rasche Aufnahme eines ernsthaften Dialogs mit den Institutionen, um konkrete Antworten für die Mitarbeiterinnen der Kinderhorte zu finden und den zunehmenden Verlust von Fachkräften im Sektor zu stoppen.

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