von lif 18.05.2026 18:22 Uhr

„Welt bleibt anfällig für Pandemien“

Die Welt ist nach Experteneinschätzung seit dem Ebola-Ausbruch in Westafrika vor gut zehn Jahren, der Covid-19-Pandemie und der Mpox-Notlage nicht sicherer vor einer neuen Pandemie geworden. Vielmehr hätten die Krisen und der Umgang damit das Vertrauen der Menschen in Regierungen, bürgerliche Freiheiten und demokratische Normen erschüttert, berichtete ein internationales Gremium zum Auftakt der Jahrestagung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf.

Bild: APA/THEMENBILD

Eine neue Pandemie würde eine Welt treffen, die stärker gespalten, höher verschuldet und weniger in der Lage sei, ihre Bevölkerung zu schützen, als dies etwa vor einem Jahrzehnt der Fall war, heißt es in dem Bericht des Gremiums. Die Fachleute sollten den Zustand der weltweiten Vorsorge für Gesundheitskrisen und Pandemien begutachten.

„Vertrauen schwindet“

„Das Vertrauen schwindet: zwischen Regierungen und Bürgern, zwischen Ländern, in multilaterale Organisationen, in die Wirtschaft“, hieß es. „Tief verwurzelte Ungleichheiten treten zutage: beim Zugang zu Informationen, Wissen, Finanzmitteln und Gegenmaßnahmen, von persönlicher Schutzausrüstung bis hin zu lebensrettenden Impfstoffen.“

„Geopolitische Zersplitterung, die Einschränkung des zivilgesellschaftlichen Raums und kommerzielle Eigeninteressen untergraben gemeinsames Handeln.“

WHO-Chef: „Wir leben in gefährlichen Zeiten“

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte bei der Eröffnung des Jahrestreffens: „Wir leben in schwierigen, gefährlichen und von Spaltung geprägten Zeiten.“ Die WHO hatte in der Nacht auf Sonntag wegen eines Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo eine Notlage von internationaler Tragweite erklärt. Das gilt vor allem für Kongo und die Nachbarländer. Die Gefahr einer Ausbreitung nach Europa gilt als gering.

APA/UT24

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