von mmh 18.05.2026 09:47 Uhr

Betrug aufgedeckt: Beamte retten über 16.000 Euro für Familie in Gröden

In St. Ulrich in Gröden ist es den örtlichen Beamten gelungen, eine ausgeklügelte Online-Betrugsmasche aufzudecken und einen Teil des erbeuteten Geldes sicherzustellen. Insgesamt konnten 16.752,89 Euro an eine betroffene junge Familie zurückgegeben werden. Es handelt sich bereits um den zweiten vergleichbaren Erfolg innerhalb kurzer Zeit.

APA/THEMENBILD

Der Vorfall geht auf den November zurück, als eine junge in St. Ulrich lebende Familie Opfer eines professionell organisierten Telefonbetrugs wurde. Die Täter manipulierten dabei eingehende Telefonnummern so, dass auf den Displays der Angerufenen scheinbar echte Nummern der Ordnungshüter sowie Bank-Hotlines angezeigt wurden.

Am Telefon gaben sich die Betrüger als Polizeibeamte und Bankangestellte aus. Sie behaupteten, das Bankkonto der Familie sei Ziel eines Hackerangriffs. Unter erheblichem psychologischem Druck überwies der Mann daraufhin 48.500 Euro auf ein von den Tätern genanntes Konto.

Im weiteren Verlauf gelang es den Kriminellen zusätzlich, die Zugangsdaten zum Konto der Ehefrau zu erlangen und eine weitere Überweisung in Höhe von 4.900 Euro zu veranlassen.

Schnelles Eingreifen verhindert weiteren Schaden

Durch das rasche Einschreiten der Beamten konnte die zweite Überweisung noch rechtzeitig gestoppt werden. Die Bank wurde umgehend informiert und das Konto der Frau gesperrt, wodurch weitere Abbuchungen verhindert wurden.

Im Zuge der Ermittlungen wurden zudem Überwachungsvideos aus Postfilialen ausgewertet. Dadurch konnten die mutmaßlichen Täter identifiziert werden: eine 30-jährige Frau aus Rom sowie ein 48-jähriger Komplize aus der Provinz Neapel.

Auf dieser Grundlage konnte ein Teil des bereits überwiesenen Geldes auf den Konten der Beschuldigten eingefroren werden.

Rückgabe der sichergestellten Summe

Nach einem Sicherstellungsbeschluss im März sowie der anschließenden Freigabe durch die Staatsanwaltschaft am Gericht Bozen wurde der Betrag von exakt 16.752,89 Euro offiziell an die rechtmäßigen Eigentümer zurückgegeben.

Warnung vor Betrugsmaschen

Die Beamten warnen erneut eindringlich vor dieser Form des Telefonbetrugs. Weder Polizei noch Banken würden jemals telefonisch dazu auffordern, Geld zu überweisen oder Zugangsdaten preiszugeben.

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