Rekordzahlen im Tourismus: Walcher will schwächere Regionen stärker fördern

In gastgewerblichen Betrieben wurden 262.87 Betten gezählt, in nicht gastgewerblichen 12.187. Das entspricht einem Anstieg von 2,3 beziehungsweise 3,7 Prozent. Die stärksten Zuwächse wurden im Eisacktal mit plus 5,8 Prozent und im Pustertal mit plus 4,1 Prozent registriert. Das Wipptal verzeichnete mit 1,0 Prozent die geringste Zunahme.
Rekordmonat August, Rückgänge im Frühjahr
Den höchsten Wert erreichte der Tourismus im August 2025 mit rund 6 Millionen Übernachtungen. Rückgänge wurden hingegen im März und Mai festgestellt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag im Jahr 2025 bei 4,2 Tagen.
Tourismuslandesrat Luis Walcher betont in diesem Zusammenhang, dass insbesondere die Verlängerung der Aufenthaltsdauer ein zentrales Ziel sei. Dafür wolle man unter anderem verstärkt in nachhaltige Mobilitätskonzepte investieren.
Fokus auf weniger entwickelte Regionen
Walcher verweist zudem auf die unterschiedlichen Entwicklungen in den Bezirken. Ziel sei es, diese Unterschiede auszugleichen und schwächer entwickelte Gebiete stärker zu fördern. Konkrete Maßnahmen seien unter anderem der Ausbau der Förderung von Dorfgasthäusern sowie die gezielte Unterstützung von Tourismusorganisationen in weniger entwickelten Regionen.
Die Zunahme bei den Bettenzahlen erklärt der Landesrat mit Nachmeldungen: Diese Kapazitäten hätten bereits zuvor bestanden und seien nun offiziell erfasst worden.
Tourismus als wichtiger Wirtschaftsfaktor
„Tourismus ist ein großer Wirtschaftsfaktor mit positiven wirtschaftlichen Auswirkungen auf Südtirol“, so Walcher. Durch den Tourismus fließe regelmäßig Geld in die lokale Wirtschaft, was die Nachfrage nach Dienstleistungen und Produkten erhöhe und Arbeitsplätze schaffe.
Besonders der Dienstleistungssektor profitiere, darunter Hotels, Restaurants, Freizeitbetriebe und der Einzelhandel. Auch tourismusnahe Berufe wie Fremdenführer, Kulturveranstalter und Transportdienstleister würden von der Entwicklung profitieren.
Abschließend betont Walcher die Notwendigkeit einer verantwortungsvollen Tourismusentwicklung, um die Interessen der Bevölkerung, der Wirtschaft sowie der verschiedenen Branchen mit den verfügbaren Ressourcen in Einklang zu bringen.






