von mmh 15.05.2026 18:44 Uhr

Auwald von Brixen: Grüne werfen Land fehlenden Naturschutz vor

Rund um den Auwald in Brixen sorgt eine Anfrage der Grünen im Landtag vom 23.03.26 für politische Diskussionen. Im Zentrum steht die Frage, warum die Landeskommission für Raumordnung und Landschaft die Umwidmung des Auwaldes in ein Industriegebiet sowie die Erweiterung des Biotops Millander Au positiv bewertet hat, während ein Antrag des WWF zur Ausweisung des Auwaldes als Biotop nicht berücksichtigt wurde.

(Bild: Team Auwald)

Laut der vorliegenden Antwort wurde der Antrag des WWF nicht angenommen, da das betreffende Gebiet bereits im Landschaftsplan der Gemeinde Brixen als Auwald und somit als geschützter Teil der Landschaft ausgewiesen ist.

Kritik an fehlenden Auflagen

Die Grünen äußern im Anschluss deutliche Kritik an der Entscheidung und sprechen von einem „faulen Kompromiss“. Ihrer Einschätzung nach gebe es keine Auflagen zum Erhalt des verbleibenden Auwaldes, wie zuvor im Gemeinderat gefordert worden sei.

Besonders kritisch bewertet wird zudem, dass der Antrag auf Ausweisung als Biotop nicht einmal in der zuständigen Landeskommission behandelt worden sei. Dies zeige aus Sicht der Einbringenden, dass dem Naturschutz und dem Erhalt der verbliebenen Südtiroler Urwälder zu wenig Bedeutung beigemessen werde.

Die Grünen fordern die Gemeinde Brixen daher auf, den Antrag des WWF zu unterstützen und beim Land die Ausweisung eines Biotops für die verbleibende Fläche einzufordern.

Warnung vor Gefährdung des Auwaldes

Abschließend wird betont, dass die Zukunft des verbleibenden Auwaldes keineswegs gesichert sei. Seine Existenz sei weiterhin gefährdet – eine Entwicklung, vor der Gemeinderäte der GBL/AES bereits wiederholt gewarnt hätten.

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