von mmh 06.05.2026 13:17 Uhr

Mehr Orientierung im digitalen Familienalltag

Digitale Medien prägen längst auch den Familienalltag. Um Eltern und Fachkräfte besser zu unterstützen, hat das Netzwerk „Eltern medienfit“ nun ein Positionspapier sowie ein praktisches Smartphone-Starter-Kit vorgestellt.

(Foto: LPA/Fabio Brucculeri)

Das Netzwerk „Eltern medienfit“, das seit 2018 aktiv ist und aus 24 Partnern besteht, setzt sich für mehr Medienkompetenz in Familien ein. Auch die Familienagentur des Landes ist Teil davon. Familienlandesrätin Rosmarie Pamer betonte bei der Präsentation die Bedeutung früher Unterstützung: Familien müssten frühzeitig gestärkt und Eltern von Anfang an bei der Medienbildung begleitet werden.

Unter der Federführung des Forum Prävention wurde ein Positionspapier erarbeitet. Es richtet sich vor allem an Fachkräfte und bündelt fundiertes Wissen, praxisnahe Leitlinien sowie konkrete Empfehlungen für verschiedene Altersgruppen. Ziel ist es, Fachkräfte in ihrer Arbeit zu stärken und einen bewussten Umgang mit digitalen Medien zu fördern, wie Elisa Zenatti vom Forum Prävention erklärte.

Auch Hansjörg Unterfrauner, Vertreter der Bildungsdirektionen, unterstrich die Bedeutung des Themas: Medienkompetenz spiele auch im schulischen Bereich eine zentrale Rolle und sei ein wichtiger Teil gesellschaftlicher Bildung.

Smartphone-Starter-Kit als praktische Hilfe

Neben dem Positionspapier wurde auch ein konkretes Unterstützungsangebot für Eltern vorgestellt: das Smartphone-Starter-Kit. Dieses dient als „Elterncheck für das erste Handy“ und hilft dabei, die Reife des Kindes sowie wichtige Rahmenbedingungen einzuschätzen.

Das Kit enthält unter anderem Checklisten zur Medienkompetenz, Hinweise zur sicheren Einrichtung des Geräts, Empfehlungen zur Vorbildrolle der Eltern sowie eine Nutzungsvereinbarung und praktische Tipps für den Ernstfall. Manuela Lechner vom Forum Prävention betonte, dass es auch darum gehe, das eigene Verhalten zu reflektieren und Eltern für die Bedeutung eines Smartphones im Alltag ihres Kindes zu sensibilisieren.

Ein Praxisbeispiel lieferte Oliver Sparber von der Familienberatungsstelle Kolbe. Er hob hervor, dass Eltern eine zentrale Vorbildfunktion einnehmen: Der bewusste Umgang mit digitalen Medien werde vor allem durch das eigene Verhalten vermittelt.

Das Positionspapier, Informationsmaterialien sowie das Smartphone-Starter-Kit stehen ab sofort online zum Download bereit. Zudem finden Eltern dort eine Übersicht über lokale Beratungsangebote.

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