von ih 06.05.2026 06:45 Uhr

Leichteren Dachausbau für mehr leistbaren Wohnraum gefordert

Der freie Landtagsabgeordnete Andreas Leiter Reber fordert eine Erleichterung beim Ausbau unbewohnbarer Dachgeschosse zu Wohnraum. Anlass ist eine heutige Debatte im Südtiroler Landtag über einen entsprechenden Beschlussantrag. Ziel sei es, zusätzlichen und vor allem leistbaren Wohnraum für Ansässige zu schaffen.

Foto: Andreas Leiter Reber

Nach Ansicht von Andreas Leiter Reber könnten ausgebaute Dachgeschosse eine kostengünstige Alternative zum Neubau darstellen. Während eine durchschnittliche Neubauwohnung mit 80 Quadratmetern in Südtirol häufig mehr als 500.000 Euro koste, sei die Erweiterung eines bestehenden Dachgeschosses oft nur etwa halb so teuer. Angesichts knapper und teurer Baugründe müsse man alle Möglichkeiten nutzen, um Flächen und Kosten zu sparen, betonte der Abgeordnete.

Kritik übt Leiter Reber an den derzeitigen gesetzlichen Vorgaben. Abgesehen vom sogenannten Energiebonus gebe es kaum Möglichkeiten, zusätzliche Wohnkubatur für die Aufstockung bestehender Gebäude zu erhalten. Dadurch werde der Ausbau von Dachböden unnötig erschwert.

Der Landtagsabgeordnete sieht darin jedoch mehrere Vorteile: Durch die Nutzung bestehender Gebäude könnten hohe Grundstücks- und Erschließungskosten vermieden werden. Gleichzeitig würde eine weitere Zersiedelung verhindert und der Schutz von Landschafts- und Grünflächen unterstützt.

Appell an Abgeordnete

Auch für Familien biete der Ausbau von Dachgeschossen laut Leiter Reber Chancen. Wenn Familien wachsen oder Kinder mehr Platz benötigen, könne zusätzlicher Wohnraum unter dem eigenen Dach eine vergleichsweise günstige Lösung sein.

Viele Südtiroler Familien würden zudem gerne Wohnraum für die nächste Generation im eigenen Haus schaffen, sofern die gesetzlichen Rahmenbedingungen dies erleichtern würden.

Abschließend appelliert Leiter Reber an alle Abgeordneten des Südtiroler Landtags, dem Antrag zuzustimmen. Wer von leistbarem Wohnen spreche, müsse auch bereit sein, „einfache und vernünftige Lösungen“ zuzulassen, so der freie Abgeordnete.

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