von ih 06.05.2026 07:35 Uhr

Austausch zu Jugendarmut in Bozen

Bei einem tirolüberschreitenden Fachtag in Bozen haben sich kürzlich rund 20 Experten der Mobilen Jugendarbeit aus Nord- und Südtirol mit dem Thema Jugendarmut beschäftigt. Unter dem Titel „Jugendarmut – Wege aus der Not“ tauschten die Teilnehmer Erfahrungen und Unterstützungsmöglichkeiten in den Bereichen Wohnen, Arbeit und Existenzsicherung aus. Organisiert wurde die Veranstaltung von netz | Dachverband Offene Jugendarbeit und der Plattform Offene Jugendarbeit Tirol (POJAT).

Foto: Sabine Kerschbaumer

Tagungsort war das Dormizil in Bozen, eine spendenfinanzierte Obdachlosenunterkunft. Vorgestellt wurde dort das Konzept „Housing First“, bei dem Menschen in Not zuerst eine Wohnung erhalten, bevor weitere Unterstützungsmaßnahmen greifen.

„Wohnen ist ein Menschenrecht“, betonten die Verantwortlichen des Dormizils. Ein Rundgang durch die Einrichtung gab den Fachkräften Einblicke in die praktische Umsetzung des Ansatzes.

Im weiteren Verlauf des Fachtags standen Themen wie Prävention von Armutsrisiken, Finanzkompetenz bei Jugendlichen, der Umgang mit Stigmatisierung sowie der Vergleich der Sozialsysteme in Tirol und Südtirol im Mittelpunkt. Die Organisatoren hoben hervor, dass Armut unter jungen Menschen oft verborgen bleibe und die Mobile Jugendarbeit eine wichtige Rolle spiele, um Betroffene frühzeitig zu unterstützen.

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