Rattengift im Babyglas: Ex-Mitarbeiter sitzt in U-Haft

Wie die Staatsanwaltschaft Eisenstadt der APA mitteilte, wurde die Untersuchungshaft für die kommenden 14 Tage verhängt, begründet mit Tatbegehungs-, Flucht- und Verdunkelungsgefahr. Ermittelt wird gegen den 39-Jährigen wegen versuchter schwerer Erpressung, vorsätzlicher Gemeingefährdung und versuchter absichtlich schwerer Körperverletzung.
Der gebürtige Slowake wurde am Samstagvormittag festgenommen und am Sonntag in die Justizanstalt Eisenstadt überstellt. Sein Anwalt Manfred Arbacher-Stöger zeigte sich überzeugt, dass sein Mandant mit der Sache „nichts zu tun hat“. Der Verdächtige sei zwar ein ehemaliger Mitarbeiter des Babykostherstellers gewesen, allerdings einvernehmlich gekündigt worden. Das bei der Hausdurchsuchung sichergestellte Rattengift sei für eine kleine Landwirtschaft des Mannes in der Slowakei bestimmt gewesen, so der Anwalt. Die Landespolizeidirektion Burgenland kommentierte dies nicht.
Gutachten zur Toxizität noch offen
Noch immer offen ist das Ergebnis des Gutachtens zur Toxizität der Rattengift-Menge, die im sichergestellten Hipp-Glas gefunden wurde. Insgesamt enthielt es 15 Mikrogramm des Giftes. Ein zweites Glas, das in derselben Spar-Filiale in Eisenstadt verkauft und ebenfalls manipuliert worden sein soll, ist bisher nicht aufgetaucht.
In Österreich, Tschechien und der Slowakei wurden im April insgesamt fünf manipulierte Babynahrungsgläser noch vor dem Verzehr sichergestellt. Die deutschen Behörden ermitteln im Fall wegen des Verdachts der versuchten Erpressung des Babykostherstellers.
APA/UT24






