von mmh 05.05.2026 07:43 Uhr

Immer mehr Österreicher lassen das Auto stehen

Die hohen Spritpreise infolge des Krieges im Nahen Osten wirken sich zunehmend auf das Verhalten der Autofahrer in Österreich aus. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Immer mehr Menschen schränken ihre Fahrten ein – doch ein grundlegender Wandel bleibt bislang aus.

APA/THEMENBILD

Laut einer Innofact-Umfrage im Auftrag von AutoScout24 nutzen 39 Prozent der befragten Autofahrer ihr Fahrzeug derzeit seltener als noch vor einiger Zeit. Weitere 30 Prozent vermeiden gezielt unnötige Fahrten, indem sie Wege besser planen und bündeln.

Trotz dieser Entwicklungen bleibt die Mehrheit konstant: 61 Prozent der Befragten geben an, ihr Mobilitätsverhalten aktuell nicht verändern zu wollen.

Unterschiede zeigen sich auch zwischen Männern und Frauen. Während 42 Prozent der Männer seltener fahren, liegt dieser Anteil bei den Frauen bei 37 Prozent.

„Die aktuellen Zahlen zeigen klar, dass steigende Spritpreise das Verhalten vieler Menschen beeinflussen – allerdings derzeit eher punktuell als grundlegend“, erklärt AutoScout24-Österreich-Country-Manager Nikolaus Menches.

Öffis und Fahrrad gewinnen an Bedeutung

Für 16 Prozent der Befragten stellen alternative Verkehrsmittel wie öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad mittlerweile eine ernsthafte Option dar, um Kosten zu sparen und unabhängiger vom Auto zu werden.

Fünf Prozent arbeiten häufiger im Homeoffice und reduzieren so ihre Arbeitswege. Fahrgemeinschaften spielen hingegen eine untergeordnete Rolle: Nur vier Prozent setzen verstärkt darauf.

Gleichzeitig zeigt sich, dass viele die steigenden Kosten weiterhin akzeptieren. 61 Prozent fahren wie gewohnt weiter, obwohl die Spritpreise hoch sind. 48 Prozent haben sich bislang noch keine Gedanken über ihre zukünftige Autonutzung gemacht, während 37 Prozent zwar darüber nachdenken, derzeit aber keine Änderungen planen.

Nur eine Minderheit zieht konkrete Konsequenzen: 6 Prozent denken über den Umstieg auf ein Elektroauto nach, 3 Prozent über ein Hybridfahrzeug. Ebenfalls 3 Prozent überlegen, ganz auf das Auto zu verzichten. 2 Prozent könnten sich ein kleineres Fahrzeug vorstellen, während lediglich 1 Prozent den Verkauf eines Zweitautos in Erwägung zieht.

„Die Ergebnisse verdeutlichen, dass steigende Spritpreise kurzfristig durchaus zu Verhaltensanpassungen führen. Ob sich daraus jedoch nachhaltige Veränderungen in der individuellen Mobilität ergeben, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen“, so Menches abschließend.

Die Umfrage wurde im April vom deutschen Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag von AutoScout24 durchgeführt. Insgesamt nahmen 534 Autobesitzer in Österreich teil.

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