von lif 04.05.2026 12:55 Uhr

Kofler bleibt an der Spitze des Weinkonsortiums

Andreas Kofler bleibt für weitere drei Jahre Präsident des Konsortiums Südtirol Wein. Der Verwaltungsrat bestätigte den Obmann der Kellerei Kurtatsch in seinem Amt. Es ist bereits seine dritte Amtsperiode an der Spitze des Konsortiums.

Präsident Andreas Kofler (©Südtirol Wein/ Florian Andergassen)

Zuvor hatte die Vollversammlung in Bozen einen neuen Verwaltungsrat gewählt. Den Verband der Kellereigenossenschaften vertreten weiterhin Andreas Kofler, Klaus Pardatscher, Georg Eyrl, Philipp Plattner und Oscar Lorandi. Neu sind hingegen die Vertreter der Weingüter Südtirols Ivan Giovanett, Christof Tiefenbrunner und Manfred Bernard, sowie jene der Freien Weinbauern Südtirol mit Magdalena Pratzner und Florian Brigl. Als Vizepräsident wurde Ivan Giovanett vom Weingut Castelfeder gewählt.

„Das Konsortium weiter als Präsident vertreten zu dürfen, ist für mich Ehre und Verantwortung zugleich, ich nehme meine Wiederwahl aber auch als Bestätigung des Kurses, den wir in den letzten Jahren eingeschlagen haben“, so Kofler nach seiner Wahl. Dieser Kurs folge weiterhin konsequent der Ausrichtung auf höchste Qualität und einer möglichst engen Verbundenheit der Weine zum Terroir.

Haus des Weins als großes Projekt

Als wichtigste Herausforderung nennt Kofler die Schaffung des Hauses des Weins in einem historischen Nebengebäude von Schloss Maretsch. „Nach fast 20 Jahren Anlauf haben wir die bürokratischen Hürden nun alle genommen, die Arbeiten schreiten voran und wenn alles weiter planmäßig verläuft, können wir noch heuer in unseren neuen Sitz übersiedeln“, so der Präsident. Damit bekomme das Konsortium endlich ein Zuhause, das seiner gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Stellung gerecht werde.

Önotourismus als Wachstumsmarkt

Eine weitere Herausforderung sieht Kofler im Auf- und Ausbau eines önotouristischen Angebots in Südtirol. „Das Potential des Önotourismus ist bis dato unterschätzt worden“, sagt er. Ziel sei es, eines Tages mit Größen wie Burgund, Piemont, Toskana oder dem Napa Valley mithalten zu können. Dafür müsse das Angebot erweitert, vernetzt und professionalisiert werden. Vor allem, um in der Nebensaison und in peripheren Gebieten neue Gästeschichten zu erschließen.

Neben diesen beiden großen Projekten will der Präsident auch die Nachhaltigkeitszertifizierung SQNPI weiterentwickeln und die Internationalisierung vorantreiben. Als neue Märkte ins Auge gefasst werden Südamerika sowie Osteuropa, insbesondere Polen.

Größtes Marketingevent bleibt der Südtirol Wine Summit, der 2027 wieder ansteht. Im Vorjahr war die Veranstaltung erstmals um ein Standbein für Weinhändler, Gastronomen und Sommeliers aus Südtirol und Italien erweitert worden. „Diese neue Säule werden wir nach den positiven Erfahrungen mit der ersten Ausgabe weiter ausbauen“, erklärt Kofler.

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite