Junge STF kritisiert Böllerverbot

„Brauchtum ist kein veraltetes Relikt, sondern gelebte Identität, gerade für uns junge Südtiroler. Wenn das Böllern bei hohen Feiertagen wie dem Herz-Jesu-Fest oder dem Erntedankfest untersagt wird, bricht man mit einer tief verwurzelten Tiroler Tradition. Ein Bürgermeister sollte das Ehrenamt unterstützen, anstatt es durch bürokratische Hürden und Verbote zu erschweren“, betont Paris.
Die Argumentation, das Böllern aufgrund der allgemeinen Weltlage oder des Lärmschutzes nicht mehr zeitgemäß sei, lässt der Jugendsprecher nicht gelten. Es sei widersprüchlich, das Böllern zu verbieten, während alltäglicher Lärm, wie durch den Autobahnverkehr, hingenommen werde. „Das Böllern findet zudem nur an wenigen ausgewählten Festtagen im Jahr statt und stellt eine feierliche Würdigung der Tiroler Geschichte und Kultur dar“, hält der Jugendsprecher fest.
Die Junge Süd-Tiroler Freiheit in Vahrn fordert Bürgermeister Schatzer auf, die Entscheidung zu überdenken und gemeinsam mit der Schützenkompanie eine Lösung zu finden. Die Bewegung ist überzeugt: „Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere Traditionen schleichend aus dem Dorfbild verschwinden, nur weil sie manchen nicht mehr ‚modern‘ genug erscheinen. Wer die Tradition verbietet, verliert den Bezug zur eigenen Heimat!“






