Tödlicher Winter in Tirol: Lawinenopfer-Zahl massiv gestiegen

18 der insgesamt 40 Todesopfer und 27 von insgesamt 34 Verletzten entfielen auf Nordtirol. 16 Tote und fünf Verletzte gab es in Südtirol, sechs Todesopfer und zwei Verletzte in Welschtirol. Die Toten und Verletzten seien Folge von 62 Lawinenereignissen in der Region gewesen. Rund 90 Prozent der Todesopfer waren Männer, hieß es. Zwischen 16. und 25. Februar sei indes die Lawinenwarnstufe vier auf der fünfstufigen Skala – große Lawinengefahr – gleich an zehn Tagen in Folge vergeben worden. An 32 Tagen in Folge galt zwischen 25. Jänner und 7. März zudem die dritthöchste Lawinenwarnstufe und damit erhebliche Lawinengefahr.
Die Landeshauptleute Anton Mattle, Arno Kompatscher, und Maurizio Fugatti zeigten sich von der hohen Anzahl an Todesopfern betroffen. Gleichzeitig verwiesen die Politiker auf die Wichtigkeit der Einschätzung der Lawinengefahr, von Lawinenwarnungen und der entsprechenden Kommunikation: „Unser Ziel ist es, die Menschen bestmöglich bei sicheren Entscheidungen im alpinen Gelände zu unterstützen. Wir sind überzeugt, dass wir damit zahlreiche weitere Unglücke verhindern konnten.“ Der Euregio-Lawinenreport sei heuer 9,1 Millionen Mal aufgerufen worden, was einen neuen Rekord bedeute, hieß es. Am Samstag soll die für heuer letzte Prognose für den Folgetag erscheinen.
apa/UT24






