Staatsrat gibt grünes Licht für Bahnübergang-Projekt in Innichen

Infrastruktur-Landesrat Daniel Alfreider begrüßt die Entscheidung, die am 29. April 2026 veröffentlicht wurde. „Der Staatsrat hat die Notwendigkeit der strategisch wichtigen Infrastrukturmaßnahme am Knotenpunkt der Pustertaler Straße in Innichen und die ordnungsgemäße Abwicklung der Verwaltungsverfahren bestätigt“, erklärt Alfreider.
Gemeinde eingebunden und Projekt bestätigt
Der Staatsrat hob zudem die Mitwirkung der Gemeinde Innichen hervor, die das Infrastrukturprojekt auch in ihrer Gemeindeentwicklungsplanung verankert hat. Alfreider betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den Gemeinden: „Gerade deshalb lege ich Wert auf die Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern und den Technikern, und zwar von der Studie bis zur Umsetzung.“
Geplant ist der Abbau des Bahnübergangs an der Kreuzung zwischen SS49 und SS52 in Innichen. Laut Alfreider handelt es sich dabei um einen zentralen Eingriff in die Verkehrsinfrastruktur, sowohl für den Verkehrsfluss als auch für die Sicherheit des Bahnbetriebs.
Mehr Sicherheit und weniger Staus
Durch die Beseitigung des Bahnübergangs sollen Staus und Wartezeiten deutlich reduziert werden. Gleichzeitig soll ein zuverlässigerer und regelmäßigerer Bahnverkehr ermöglicht werden. Das Projekt gilt auch als wichtiger Schritt im Hinblick auf den künftigen Ausbau der Pustertalbahn und die geplante Erhöhung der Zugfrequenzen.
Zusätzlich ist eine neue Radwegunterführung vorgesehen, die die Sicherheit und Kontinuität der Radmobilität verbessern soll. Durch architektonische und landschaftlich-ökologische Maßnahmen sollen zudem die Auswirkungen auf das Ortsbild reduziert werden.
Kreisverkehr und 20-Millionen-Projekt
Der italienische Bahnbetreiber Rete Ferroviaria Italiana (RFI), die Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) sowie der Landesstraßendienst haben sich positiv zu einem neuen Kreisverkehr mit einem Durchmesser von 45 Metern westlich der heutigen Kreuzung geäußert.
Der Abbau des Bahnübergangs wird als entscheidend für das Funktionieren des Bahnnetzes und die Verkehrssicherheit bewertet. Immer wieder sei es dort zu Unfällen gekommen, die den Bahnbetrieb im Pustertal stark beeinträchtigt hätten. Die daraus resultierenden Zugausfälle hätten Fahrgäste im gesamten Pustertal betroffen.
Die Arbeiten wurden im Februar 2026 ausgeschrieben. Derzeit laufen die Überprüfungen der eingereichten Unterlagen, anschließend soll die Bewertungskommission die Angebote prüfen. Vorbehaltlich möglicher Rekurse wird eine Vertragsunterzeichnung im Herbst 2026 angestrebt.
Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf rund 20 Millionen Euro. Etwa 19 Millionen Euro davon werden über den infrastrukturellen Ausbauplan der Olympischen Winterspiele Mailand-Cortina mitfinanziert.






