von veo 28.04.2026 10:55 Uhr

Wartezeiten weiter gesenkt

Die Entwicklung der Wartezeiten im Südtiroler Gesundheitswesen bleibt laut der Zentralen Einheit für die Verwaltung der Gesundheitsversorgung sowie der Wartezeiten und Wartelisten positiv und stabil. Dies wurde bei einer Sitzung mit Gesundheitslandesrat Hubert Messner am 27. April in Bozen bestätigt.

Bild: APA/HELMUT FOHRINGER

Deutliche Verbesserung bei Angebotsindex und Nachfrage

Das Gremium fungiert gemeinsam mit der Task Force Wartezeiten des Sanitätsbetriebs als zentrale Steuerungsstelle für Maßnahmen zur Reduzierung der Wartezeiten. Im Mittelpunkt stand der Angebotsindex, der den Anteil der Termine misst, die innerhalb der vorgesehenen Fristen durchgeführt werden können.

Ein Vergleich der ersten Quartale zeigt eine durchgehend positive Entwicklung: Bei prioritären Leistungen (10 Tage) stieg der Index von 71 Prozent im Jahr 2024 auf 77 Prozent im Jahr 2025 und weiter auf 86 Prozent im Jahr 2026. Bei aufschiebbaren Leistungen (30 bzw. 60 Tage) erhöhte er sich von 69 Prozent (2024) auf 81 Prozent (2025) und blieb 2026 stabil bei 81 Prozent. Bei programmierten Leistungen (120 Tage) wurde ein Anstieg von 80 Prozent (2024) auf 86 Prozent (2025) und 89 Prozent (2026) verzeichnet.

Gleichzeitig stieg die Nachfrage im selben Zeitraum von rund 144.000 auf über 156.000 Terminanfragen, was einem Zuwachs von knapp zehn Prozent entspricht.

Maßnahmenpaket und neue Koordinationsfunktion

Gesundheitslandesrat Hubert Messner führt die Entwicklung auf ein umfassendes Maßnahmenpaket zurück. Dazu zählen eine verbesserte Terminsteuerung sowie die Ausweitung von Leistungen. Entscheidend sei zudem das Zusammenspiel zwischen der Zentralen Einheit und der betrieblichen Task Force gewesen, die Maßnahmen gemeinsam erarbeiten und deren Umsetzung im Sanitätsbetrieb begleiten.

Im Rahmen der Sitzung wurde außerdem eine personelle Neuerung beschlossen: Elisabeth Montel, Direktorin des Gesundheitsbezirks Brixen, wurde zur einheitlichen Verantwortlichen für die Gesundheitsversorgung (RUAS) ernannt. Diese im staatlichen Dekret vorgesehene Funktion übernimmt künftig die Koordination und Überwachung der Maßnahmen zur Einhaltung der Versorgungsstandards und Wartezeiten. Montel folgt auf Pierpaolo Bertoli, der in den Ruhestand getreten ist. Roberta Vanzetta bleibt weiterhin ihre Stellvertreterin.

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