von veo 28.04.2026 11:45 Uhr

Bürgermeister weist Vorwürfe zurück

Nach Medienberichten über Aussagen aus einer Ratssitzung weist der Bürgermeister Vorwürfe zurück. Die Stellungnahmen stammen aus einem Facebook-Beitrag der Bürgerliste Taufers 2010.

Foto: facebook_Bündnis_Taufers_2010

Kritik an medialer Darstellung

Der Bürgermeister von Sand in Taufers, Josef Nöckler, nimmt in einer veröffentlichten Stellungnahme Bezug auf die Berichterstattung rund um die Ratssitzung vom 22. April 2026. Darin bezeichnet er es als befremdlich, dass einzelne Aussagen ein großes Medienecho ausgelöst hätten. Diese seien aus dem Zusammenhang gerissen worden und entsprächen nicht der tatsächlichen Wiedergabe.

Er weist insbesondere die Unterstellung zurück, er habe gesagt, „Frauen in der öffentlichen Verwaltung ungeeignet“ seien. Diese Worte habe er nie geäußert; sie würden ihm von oppositionellen Kreisen in polemischer und hetzerischer Weise in den Mund gelegt.

Vielmehr habe er stets betont, dass er den Einsatz von Frauen in den Familien als oberste Priorität sehe. Um dies zu ermöglichen, sollten Maßnahmen geschaffen werden, damit Eltern ihre Kinder zu Hause betreuen können und dabei finanziell besser unterstützt sowie in der Rentenvorsorge abgesichert werden. Eltern sollten selbst entscheiden können, wer die Kinderbetreuung übernimmt, jedoch brauche es insgesamt eine bessere Absicherung, für die die Politik gefordert sei.

Der Bürgermeister kritisiert zudem, dass das Thema parteipolitisch ausgeschlachtet werde, um eine negative Stimmung gegen ihn und die Gemeindeverwaltung zu erzeugen. Er spricht von einer konstruierten Inszenierung und betont, dass er in den vergangenen Tagen viel Unterstützung – auch von Frauen – erhalten habe, die seine Aussagen im Sinne einer Stärkung der Frauen in der Familie verstehen.

Abschließend verweist er darauf, dass bei derselben Ratssitzung eine Haushaltsänderung in Höhe von fünf Millionen Euro beschlossen wurde, die jedoch kaum mediale Beachtung fand. Die aktuelle Polemik schade weder der Zusammenarbeit im Gemeinderat noch einem friedlichen gesellschaftlichen Miteinander.

Bürgerliste Taufers 2010 betont Wertschätzung und fordert politische Lösungen

Ebenfalls in dem Facebook-Beitrag veröffentlicht wurde eine Stellungnahme des Gemeindeausschusses der Bürgerliste Taufers 2010. Darin stellt der Ausschuss klar, dass er die Arbeit aller Beamtinnen und Beamten im Rathaus gleichermaßen wertschätzt und sich für die konstruktive Zusammenarbeit bedankt.

Zugleich wird betont, dass die unterschiedlichen Realitäten in den Familien bekannt seien und respektiert würden. Familien sollten selbst entscheiden können, welche Form der Haushaltsführung und Kinderbetreuung sie wählen

Aus Sicht des Ausschusses sei es jedoch wünschenswert, dass Elternteile, die ihre Kinder zu Hause betreuen, finanziell stärker unterstützt und auch in der Altersvorsorge abgesichert werden.

Die zahlreichen Rückmeldungen zeigten, dass diese Thematik einer politischen Aufarbeitung bedarf. Ziel müsse es sein, mögliche Lösungsansätze zu diskutieren und tragfähige Lösungen zu entwickeln.

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