von lif 25.04.2026 14:19 Uhr

SHB: Kranzniederlegung am faschistischen Internierungslager 

Einen Kranz für die Internierten des KZ Campo Isarco, aber auch zwei Rosen mit schwarzer Trauerschleife für einen verlorenen Freund, so beging eine Delegation des SHB beim Gedenkstein in der Breienstraße in Blumau den sogenannten Tag der Befreiung.

Bild: SHB

„Noch fassungslos über den Tod von Franz Winkler aus Wangen, den wir alle gekannt und geschätzt haben, wollten wir hier zeigen, dass er unvergessen ist. Zwei Rosen, weiß und rot, legen wir hier nieder für unseren Franz. Möge er in Frieden ruhen“, so SHB-Obmann Roland Lang. 

Das italienisch-faschistische Internierungslager in Blumau geriet bald nach dem Zweiten Weltkrieg in Vergessenheit. Besonders die italienischen Politiker machten lieber auf das nazideutsche Durchgangslager in der Reschenstraße in Bozen aufmerksam, das natürlich weitaus brutaler und gewalttätiger war. Das von den Faschisten errichtete wurde in den amtlichen Papieren als Konzentrationslager (Campo di concentramento) bezeichnet. Zeitweise waren hier an die 3.000 Personen eingesperrt, betont der Südtiroler Heimatbund. Bewacht von 66 Scharfschützen, Stacheldraht, Schwarzhemden und tägliche Appelle keinen Zweifel aufkommen.

„Beide Orte sollten uns daran erinnern, welche Opfer notwendig waren, um zwei verbrecherische Regime niederzuringen. Diese Gedenkfeier und die beiden Publikationen „Italiens vergessenes Konzentrationslager Campo Isarco“ und „Tagebuch eines Wachsoldaten“ für deren Abfassung ich mich im Namen des Südtiroler Heimatbundes herzlich beim Autor Günther Rauch bedanke, sollen eine späte Würdigung dieser Freiheitskämpfer sein. Möge der zur Mahnung aufgestellte Gedenkstein uns stets daran erinnern, dass hier Menschen verschiedener Völker inhaftiert waren. Gerade jetzt, wo es an vielen Punkten der Erde brennt! Und außerdem eine Mahnung sein unsere Freiheit zu verteidigen“, so Roland Lang.

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