72-Jährige wird Opfer von Spiegeltrick

Der Vorfall ereignete sich am 22. März beim Parkplatz des Sessellifts von Mitterplars. Die Frau wollte mit ihrem Auto auf die Landesstraße SP52 einfahren und ließ dabei einen weißen Wagen aus Oberplars in Richtung Algunder Ortszentrum passieren.
Kurz darauf entdeckte sie dasselbe Fahrzeug am Straßenrand, kurz vor der Kurve bei der Algunder Sennerei. Als sie daran vorbeifuhr, hörte sie plötzlich ein metallisches Geräusch – als hätte etwas ihr Auto getroffen. Unmittelbar danach nahm der weiße Wagen die Verfolgung auf und zwang die Frau zum Anhalten.
Ein junger Mann stieg aus und verlangte mehrfach 500 Euro für einen angeblichen Schaden am Außenspiegel – ein Schaden, der in Wirklichkeit gar nicht existierte. Die Frau war verunsichert und hatte Angst. Der Mann versuchte sogar, sie zu einem Geldautomaten zu bringen. Am Ende gab sie ihm 250 Euro, die sie gerade bei sich hatte. Danach flüchtete der Täter.
Betrug fiel erst später auf
Erst später wurde der Frau klar, dass sie betrogen worden war. Am nächsten Morgen erstattete sie Anzeige bei den Ordnungshütern in Algund.
Die Beamten nahmen sofort Ermittlungen auf. Mithilfe der genauen Beschreibung der Frau sowie der Auswertung mehrerer Überwachungskameras entlang der Strecke kamen sie dem Täter auf die Spur. Der Mann wurde schließlich in einem älteren weißen Seat identifiziert.
Gegen ihn wird nun wegen Betrugs ermittelt. Ihm droht eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu drei Jahren. Zudem prüfen die Ordnungskräfte, ob der Mann auch in anderen Fällen im Burggrafenamt nach derselben Masche vorgegangen ist.
Warnung vor ähnlichen Fällen
Die Ordnungshüter warnen in diesem Zusammenhang erneut vor dieser Betrugsform. Besonders ältere Menschen werden gezielt angesprochen und unter Druck gesetzt.
Der Rat der Beamten: Im Zweifel im Auto bleiben, Türen geschlossen halten und sofort den Notruf 112 wählen. Wichtig ist auch, sich Kennzeichen oder Aussehen der Täter zu merken – oder wenn möglich Fotos zu machen.






