
Florian Stumfall
Berlin verlernt Benehmen

Vom Undenkbaren zur bitteren Realität
Heute erinnert der Vorgang an einen Ausspruch von Bundeskanzler Merz vom Oktober des vergangenen Jahres, wonach sich Auswirkungen der Migration auch im Stadtbild deutscher Gemeinden zeigten. Das war der denkbar zurückhaltendste Hinweis auf die Tatsache, dass sich mit der unkontrollierten Zuwanderung die Verhältnisse in den deutschen Städten massiv geändert haben, angefangen von einer unübersehbaren Verschmutzung bis hin zu abgesonderten Viertelen, in denen Clans nach eigenem Recht herrschen und kein deutscher Polizist sich hineinwagen darf. Dem Kanzler aber hat dieses Wort hasserfüllte Stürme der Empörung eingetragen.
Dieses Berliner Plakat nun legt nahe, dass man solche Veränderungen im Zusammenhang mit der Zuwanderung sehen muss, ein Umstand, der dadurch erhärtet wird, dass es auch eine englischsprachige Ausgabe desselben Plakates gibt, die man wohl nicht wegen der deutschen Bevölkerung und auch nicht wegen englischer Touristen aufgelegt hat.
Ein Stadtbild im freien Fall
Dass es Berlin ist, wo man zu einem solch verzweifelten Mittel greift, kann nicht verwundern. Alles, was man in den zurückliegenden zehn, zwölf Jahren an moralischem, kulturellem, sicherheitspolitischem und wirtschaftlichem Niedergang erleben musste, findet seinen Höhepunkt in der deutschen Hauptstadt.
Fast scheint es, als wäre es von den Verantwortlichen so gewollt. Als anfangs der 2000er Jahre der damalige Regierende Bürgermeister Wowereit den Spruch tat: „Berlin ist arm, aber sexy.“, tat er das mit einem deutlichen Ton der Genugtuung, und an dieser Grundstimmung hat sich seither nichts geändert.
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