Meta vor Gericht: VZS siegt im ersten Schritt

Im April 2021 wurde bekannt, dass die Daten von über 500 Millionen Facebook-Nutzer weltweit im Darknet zum Verkauf angeboten wurden. Von diesem Datenleck waren auch mehr als 35 Millionen Nutzer in Italien betroffen. Die entwendeten Daten könnten unter anderem für Spam-Nachrichten, Phishing oder Identitätsdiebstahl missbraucht werden. Zum Schutz der Rechte der Südtiroler Verbraucher hat die VZS beim Landesgericht Mailand eine Sammelklage eingereicht. Der Verein, der zu den auf nationaler Ebene anerkannten repräsentativen Einrichtungen zählt und von der Anwaltskanzlei Dolce-Lauda (Rechtsanwälte Rodolfo Dolce und Carlo Malossi) vertreten wird, verfolgt mit dieser Klage zwei Ziele: die Nutzung von Facebook, durch strengere Sicherheitseinstellungen, sicherer zu gestalten sowie einen Schadensersatz für die Betroffenen zu erzielen.
„Die Zulassung der Sammelklage ist ein erster großer Erfolg für die Rechte der Verbraucher“, erklärt die Geschäftsführerin der VZS, Gunde Bauhofer. „Uns ist bekannt, dass in mehreren europäischen Ländern ähnliche Verfahren anhängig sind, doch das italienische ist das erste, das zur Verhandlung zugelassen wurde.“ „Die nächste Anhörung ist für Oktober 2026 angesetzt. Dabei wird es auch um die Höhe der Entschädigung für die einzelnen Verbraucher gehen; der Gerichtshof der Europäischen Union ist in dieser Hinsicht sehr klar: Bereits eine bloße Unannehmlichkeit oder ein Ärgernis für die Nutzer ist ersatzfähig – ohne Mindestschwelle“, erläutert Rechtsanwalt Rodolfo Dolce.
„Die Eröffnung dieses Verfahrens könnte zu einer Schadenersatzzahlung für viele Verbraucher führen“, ergänzt Rechtsanwalt Carlo Malossi.






