von ih 18.04.2026 17:01 Uhr

70 Jahre „Südtiroler in der Welt“: Ein Netzwerk über Grenzen hinweg

Seit 70 Jahren verbindet die Organisation Südtiroler in der Welt Menschen, die ihre Heimat verlassen haben, ohne die Bindung zu Südtirol aufzugeben. Was 1956 als Unterstützung für Ausgewanderte begann, hat sich zu einem internationalen Netzwerk entwickelt, das Identität bewahrt und Gemeinschaft schafft.

Foto: © Südtiroler in der Welt

Zum Jubiläum kamen über 60 Vertreterinnen und Vertreter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen. Der frühere Vorsitzende Erich Achmüller blickte auf die bewegte Geschichte zurück: Zahlreiche Treffen, kulturelle Veranstaltungen und über 50 Grenzpendlertagungen zeugen vom langjährigen Engagement des Vereins.

Der heutige Vorsitzende Werner Atz betonte die zentrale Rolle der Mitglieder: „Unsere größte Stärke sind unsere Mitglieder.“ Gerade in Zeiten des Wandels sei dieser Zusammenhalt besonders wertvoll.

Auch der Blick in die Zukunft spielte eine wichtige Rolle. Wirtschaftswissenschaftler Gottfried Tappeiner unterstrich, dass Südtirol ein aktives Interesse an seinen Landsleuten im Ausland habe. Diese seien nicht nur Botschafter des Landes, sondern auch wichtige Impulsgeber mit internationaler Erfahrung.

Rückkehr junger Südtiroler wird gewünscht

Landeshauptmann Arno Kompatscher und seine Stellvertreterin Rosemarie Pamer hoben hervor, dass junge Südtiroler heute bewusst ins Ausland gehen – zugleich wünsche man sich ihre Rückkehr in eine lebenswerte Heimat.

Langfristig soll die Organisation zu einer Art „sozialem Außenministerium“ ausgebaut werden, das die Anliegen der Südtiroler weltweit bündelt.

Am Ende bleibt vor allem eines: ein starkes Gefühl von Heimat, das über Grenzen hinaus verbindet – für jene, die gehen, jene, die zurückkehren, und alle, die sich Südtirol verbunden fühlen.

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