von ih 12.03.2026 19:15 Uhr

Pflege: Maria Elisabeth Rieder schlägt Außenstellen in Tälern vor

Um jungen Menschen den Einstieg in den Pflegeberuf zu erleichtern, spricht sich die Landtagsabgeordnete Maria Elisabeth Rieder (Team K) für den Ausbau wohnortnaher Ausbildungsangebote aus. Konkret schlägt sie vor, Außenstellen der Landesfachschule für Sozialberufe „Hannah Arendt“ auch in peripheren Landesteilen einzurichten.

Landtagsabgeordnete Maria Elisabeth Rieder - Foto: Team K

Hintergrund ist die aktuelle Entwicklung rund um die duale Ausbildung zur Pflegehelferin beziehungsweise zum Pflegehelfer. Nachdem bekannt wurde, dass das Bildungshaus Lichtenburg diese Ausbildung künftig nicht mehr anbietet und entsprechende Angebote von der Landesfachschule „Hannah Arendt“ übernommen werden sollen, sieht Rieder zusätzlichen Handlungsbedarf.

„Gerade jetzt zeigt sich, wie wichtig stabile und gut erreichbare Ausbildungsstrukturen im Pflegebereich sind“, erklärt Maria Elisabeth Rieder vom Team K. Wenn sich Ausbildungsangebote auf wenige Standorte konzentrieren, werde der Zugang erschwert und der Fachkräftemangel verschärft.

Derzeit wird die vierjährige Berufsfachschule für Pflege und Soziales nur in Brixen und Bozen angeboten. Jugendliche aus Tälern und peripheren Gebieten müssten daher oft täglich pendeln oder an den Ausbildungsort ziehen – was häufig an fehlenden Unterkunftsmöglichkeiten und hohen Lebenshaltungskosten scheitere.

Mit einem bereits im Südtiroler Landtag eingebrachten Beschlussantrag schlägt Maria Elisabeth Rieder daher vor zu prüfen, ob die Ausbildung künftig auch über Außenstellen in anderen Landesteilen angeboten werden kann. Als mögliche Standorte nennt sie etwa das Pustertal und den Vinschgau, wo bereits geeignete Infrastruktur an Landesberufsschulen vorhanden sei.

Der Beschlussantrag wird demnächst im Südtiroler Landtag behandelt.

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