von lif 08.03.2026 14:23 Uhr

Acht Botschaften für mehr Brustkrebs-Früherkennung

Die Brustkrebsinitiative mamazone Südtirol startet eine Sensibilisierungskampagne, die das ganze Jahr 2026 über läuft. Mit acht Botschaften will die Initiative Frauen aller Altersgruppen erreichen.

Bild: APA/THEMENBILD

Brustkrebs ist die häufigste Tumorerkrankung bei Frauen: Jede achte Frau erhält im Laufe ihres Lebens diese Diagnose. In Südtirol erkranken jährlich rund 400 Frauen neu an Brustkrebs, in ganz Italien sind es über 55.000. Gleichzeitig zeigt sich: Je früher ein Tumor entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Acht Kernbotschaften für mehr Aufmerksamkeit

mamazone Südtirol hat seine Früherkennungskampagne „CHECK YOURSELF“ erweitert. Acht prägnante Botschaften werden nun über soziale Medien verbreitet – darunter „Zu jung für Brustkrebs?“, „Kennst du dein Risiko?“,““Brustkrebs macht keinen Unterschied!“, „Eine von 400 in Südtirol?“, „Wer? Ich? Jede Frau?“ und „Brustkrebs-Früherkennung rettet Leben!“.

„Wir setzen gezielt auf Social Media, um Frauen dort zu erreichen, wo sie täglich unterwegs sind. So können wir alle Altersgruppen ansprechen und die Botschaften breit streuen“, erklären die beiden mamazonen Erika Laner und Martina Ladurner. Die Kampagne läuft bewusst das gesamte Jahr 2026 über.

Prof. Dr. Christian Marth, ehemaliger Vorstand der Universitätsklinik für Frauenheilkunde Innsbruck, betont: „Brustkrebs-Screening kann die Erkrankung nicht verhindern, aber früh erkennen. Damit gelingt häufig eine rechtzeitige Behandlung und die Überlebenschance kann gesteigert werden.“ Auch junge Frauen sind betroffen, wie Dr. Sonia Prader, Primarin der Gynäkologie am Krankenhaus Brixen und Sterzing, erklärt: „Deshalb ist es wichtig frühzeitig mit der Brustselbstuntersuchung zu beginnen.“ Eigens ausgebildete Brustschwestern des SABES führen in allen Bezirken MamaCare-Kurse durch, in denen Frauen in Kleingruppen ihre Brust kennenlernen können.

Risikofaktoren kennen und handeln

Für junge Frauen sei der Einfluss von Risikofaktoren wichtig, so Prader. Relevante Fragen seien: Gibt es weitere Fälle in der Familie? Wie viele Kinder habe ich und wie lange habe ich gestillt? Welche Bedeutung hat die Pille? Welchen Einfluss haben Bewegung und Alkohol? „Wir möchten Ihnen helfen die Wertigkeit des eigenen Beitrags einzuschätzen, sodass Sie bewusst entscheiden, was Sie verändern können und wollen“, erklärt die Primarin.

Screening-Teilnahme ausbaufähig

In Südtirol liegt die Teilnahme am Mammographie-Screening zwischen 60 und 65 Prozent. Frauen zwischen 50 und 69 Jahren erhalten alle zwei Jahre eine schriftliche Einladung zur kostenlosen Mammographie. Seit 2023 können zusätzlich Frauen ab dem 45. Lebensjahr in zweijährigem Abstand eine unentgeltliche Mammographie durchführen lassen, allerdings außerhalb des Screenings und ohne Einladung.

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