von red 14.11.2025 12:30 Uhr

Eine Stiege für die Worte – Innsbruck ehrt Bernd Stracke

Vor kurzer Zeit – an einem goldenen Herbsttag – wurde eine Stiege zur Bühne für Erinnerung und Wertschätzung. Dort, wo der Weg vom Butterer Bichl zum traditionsreichen Gasthaus „Höttinger Schießstand“ führt, trägt die alte Treppe nun den Namen „Bernd-Stracke-Stiege“.

Bernd Stracke und die Bernd-Stracke-Stiege (Quelle: Krismer)

Mit der Enthüllung der kunstvoll schimmernden Ehrentafel des Metallbildhauers Toni Amort ehrte die Schützengesellschaft Hötting einen Mann, der seit Jahrzehnten das kulturelle und menschliche Leben Innsbrucks bereichert. Während in ganz Österreich die Sirenen des Zivilschutz-Probealarms erklangen, entstand in Hötting ein Moment stiller Freude – ein Zeichen der Dankbarkeit für einen Menschen, der mit Humor, Herz und Haltung schrieb, übersetzte und inspirierte.

Bernd Stracke, gebürtiger Grazer und seit 1975 Wahl-Innsbrucker, war Journalist, Dichter, Übersetzer und Weggefährte vieler. Ob in der Redaktion, im Gerichtssaal oder im Gasthaus nebenan – er begegnete Menschen stets mit Offenheit und Witz. Seine „Tischgedichte“ und humorvollen Texte sind Spiegel seiner lebensbejahenden Art.

Dass nun jene Stufen seinen Namen tragen, die er so oft selbst hinaufstieg, ist mehr als eine Ehrung – es ist ein Symbol für Beständigkeit und Verbundenheit. Der Festakt mit vielen Freunden, Schützen und Wegbegleitern wurde so zu einem warmherzigen Fest des Erinnerns, bei dem die Gemeinschaft das feierte, was Stracke stets verkörperte: das Menschliche im Alltäglichen.

Andreas Raffeiner

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