Kreuz aus Mittelschule entfernt: Bürgerliste fordert Erklärung von Direktorin

Wie die Bürgerliste in einem Facebook-Post mitteilt, sollen diese Maßnahmen auf Anordnung der Schuldirektorin Mara Fink erfolgt sein. Die Liste betont, dass das Kreuz nicht nur ein religiöses Symbol, sondern auch Teil der lokalen Geschichte, Kultur und Identität sei. „Ein Kreuz an einer Wand möchte niemanden ausschließen, sondern steht für Tradition und historische Verwurzelung“, heißt es im Post. Um die Hintergründe zu klären, hat die Bürgerliste mehrere schriftliche Anfragen an die zuständigen Gemeindevertreter gerichtet. Sie möchte unter anderem wissen, ob die Direktorin die Entscheidungen eigenmächtig getroffen oder mit den Schul-Gremien abgestimmt hat und ob es dazu Sitzungsprotokolle gibt.
Weiters wird nach den Gründen für den Wegfall der religiösen Eröffnungsfeier und die Entfernung des Kreuzes gefragt. Das Kreuz stamme laut Bürgerliste vermutlich noch aus der Bauzeit der Schule im Jahr 1908 und sei somit eines der ältesten Kreuze im öffentlichen Raum von Terlan. Daher erkundigt sich die Liste auch nach dem Eigentümer des Kreuzes und dessen aktuellem Aufbewahrungsort.
In einer weiteren Frage wird die Direktorin um eine klare Stellungnahme gebeten, warum Kreuze im Schulgebäude als problematisch gesehen werden könnten. Die Bürgerliste lehnt eine pauschale Begründung mit Rücksicht auf Kinder mit Migrationshintergrund ab. Abschließend schlägt die Bürgerliste vor, für das historische Kreuz eine alternative Lösung zu finden, etwa eine würdige Ausstellung durch die Gemeinde, einen örtlichen Verein oder Privatpersonen.
Eine Stellungnahme der Schuldirektorin oder der Gemeinde liegt derzeit noch nicht vor.






