Nachtleben: Team K warnt vor Verlust von Jugend und Kultur

Für den Landtagsabgeordneten Alex Ploner, der selbst langjährige Erfahrung im Veranstaltungsbereich mitbringt, steht fest, dass die Problematik weit über einzelne Diskotheken hinausgeht. „Wenn es still ist, wird es noch stiller“, sagt Ploner. Jeder verlorene Veranstaltungsort bedeute weniger Begegnungsräume für junge Menschen, weniger kulturelle Vielfalt und weniger Möglichkeiten für Künstlerinnen und Künstler.
Aus Sicht des Team K betrifft die Entwicklung die gesamte Event- und Kulturszene. Einmal verlorene Veranstaltungsorte ließen sich nur schwer wieder ersetzen. Als Beispiel nennt Ploner die Landeshauptstadt Bozen, wo nach der Schließung des KUBO bis heute kein vergleichbarer Treffpunkt für junge Menschen entstanden sei.
Gleichzeitig betont die Partei von Paul Köllensperger, dass gesetzliche Vorgaben selbstverständlich eingehalten werden müssten – vom Jugendschutz bis hin zu Lärmschutzbestimmungen. Die Durchsetzung dieser Regeln dürfe jedoch nicht ausschließlich auf Sanktionen setzen. Werden Betriebe geschlossen, treffe dies nicht nur die Betreiber selbst, sondern auch Beschäftigte, Kulturschaffende und zahlreiche Gäste.
Das Team K widerspricht zudem der Annahme, dass weniger Nachtleben automatisch mehr Sicherheit bedeute. Als Vorbild werden verschiedene europäische Städte genannt, in denen belebte öffentliche Räume als wichtiger Faktor für das Sicherheitsgefühl gelten. „Wo Leben fehlt, entstehen Unsicherheit, Vandalismus und Kleinkriminalität“, argumentiert Ploner.
Für die Sicherheit auf Straßen und Plätzen seien in erster Linie die Polizeikräfte verantwortlich. Die Veranstaltungsbranche habe in den vergangenen Jahren ihre Verantwortung wahrgenommen und Sicherheitsmaßnahmen deutlich ausgebaut. Security-Personal gehöre mittlerweile zur Standardausstattung vieler Veranstaltungen und Lokale.






