von ih 31.05.2024 14:17 Uhr

„Ausländer raus“: Brigitte Foppa erklärt ihre Position zum Gigi-Verbot

In den vergangenen Tagen hat ein Kurzvideo von der deutschen Insel Sylt auf Social Media für großes Aufsehen gesorgt (UT24 berichtete). Der Skandal um ein umgedichtetes Lied von Gigi d’Agostino ging soweit, dass nun mehrere Veranstalter und Diskothekenbetreiber den Künstler boykottieren – obwohl er selbst am allerwenigsten dafür kann. Neben Jürgen Wirth Anderlan hat sich nun auch die grüne Landtagsabgeordnete Brigitte Foppa dazu gegenüber UT24 geäußert.

Brigitte Foppa von den Grünen kann Veranstalter verstehen, die ein Verbot von Gigi d'Agostino in Erwägung ziehen - Fotocollage: UT24

Foppa kann Gigi-Verbot nachvollziehen

Gigi d’Agostino soll auf vielen Volksfesten und Veranstaltungen nicht mehr gespielt werden – nicht etwa, weil er etwas verbrochen hat. Sondern einzig und alleine deshalb, weil junge Menschen auf der deutschen Insel Sylt unglängst zum Refrain seines Liedes „Ausländer raus! Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!“ gebrüllt haben.

Damit ist der Ausländer nun wirklich raus – nur, dass es in diesem Fall definitiv den Falschen trifft. Angesprochen auf das Verbot, das auch hierzulande diskutiert wird, meint Brigitte Foppa von den Südtiroler Grünen zu UT24:

„Es ist sehr gut, wenn sich Veranstalter Gedanken machen, wie sie selbst nicht Teil von Rechtsextremismus werden oder zu werden drohen. Wenn rassistische, rechtsextreme und demokratiefeindliche Bewegungen Überhand nehmen, tut das Gesellschaft nicht gut, aber auch nicht der Veranstaltung“.

„Sensibilität ist ein gutes Zeichen“

Foppa verstehe vollkommen die Beweggründe von Veranstaltern, die „aus Image- und Sicherheitsgründen“ das Lied „L’amour toujours“ von Gigi D’Agostino aufgrund des Sylt-Skandals verboten haben.

Schließlich hätten diese ja auch Hausrecht und dürften frei bestimmen, was auf ihrer Veranstaltung gespielt werde und was nicht. Von diesem Recht habe auch das Münchener Oktoberfest Gebrauch gemacht (UT24 berichtete).

Von einem politischen Verbot, wie es in Deutschland derzeit gefordert wird, hält Brigitte Foppa aber nichts, wie sie gegenüber UT24 erklärt: „Jedes Lied kann umgeschrieben werden und es ist niemandes Schuld, wenn das passiert. Etwas anderes ist, wenn der Veranstalter entscheidet, was gespielt wird und was nicht. Die Sensibilität in dieser Sache ist ein gutes Zeichen“.

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