BBT: Gewerkschaft fordert Eingreifen der Regierung

Wie die Gewerkschaft mitteilt, fand am Donnerstag im Regierungskommissariat in Bozen ein Treffen statt. Daran nahmen Führungskräfte von Webuild sowie Vertreter der Quästur Bozen, des Provinzkommandos der Ordnungshüter und des Provinzkommandos der Finanzpolizei teil. Anwesend war auch die Stellvertreterin Margherita Toth. Dabei wurde die aktuelle Lage auf der Baustelle erhoben. Die Gewerkschaft forderte Klarstellungen zur Beschäftigungs und Lohnsicherheit, zur Zuverlässigkeit des Bauzeitplans und zu einer ständigen und transparenten Überwachung der finanziellen Lage. „Keine Panikmache, aber große Sorge um die Arbeiter auf der Baustelle des Brennerbasistunnels“, sagt der Generalsekretär der GBH/FILLEA, Marco Nardini.
Laut Nardini versicherte das Consorzio Dolomiti, dass die Arbeiten vorerst weitergehen und es keinerlei Probleme gibt. Das Konsortium habe aber auch klar gesagt, dass sich die Lage schnell zum Schlechten wenden könnte, wenn nicht bald staatliche Mittel für die Mehrkosten bereitgestellt werden. Genannt wurden der Anstieg der Transport und Energiekosten sowie das Problem des bei den Arbeiten gefundenen Arsens.
Zur Kurzarbeit beim Subunternehmer Isocell gibt es laut Gewerkschaft unterschiedliche Angaben. Das Konsortium Dolomiti sagt, der Vertrag laufe am 31. Dezember aus. Das Unternehmen selbst gibt auf Anfrage der Gewerkschaft an, der Vertrag über 90 Millionen Euro laufe bis 2032. Nardini zufolge geht die Kurzarbeit vorerst weiter, das Unternehmen könnte für künftige Arbeiten aber wieder herangezogen werden. Sein Fazit: Ein persönliches Gespräch sei immer gut, weil es einige Zweifel ausräume. „Aber es wurden uns keine Gewissheiten gegeben.“






